Die Frage der Woche in der LieWo vom 22.3.2026 befasste sich mit einem bezahlbaren Gesundheitswesen. Regierung und LKV appellieren an das Kostenbewusstsein der Akteure.

Die Antworten der Parteienvertreter geben viele relevante Hinweise. Doch wird das Pferd nicht von hinten aufgezäumt?
Der Landtagsabgeordnete Achim Vogt DpL meint unter anderem: «Heute werden vor allem Leistungen vergütet – nicht das Gesundbleiben» und «Wir müssen besser verstehen, was Krankheiten begünstigt – seien es Lebensstilfaktoren, Umweltbelastungen, systembedingte Entwicklungen usw. Ohne dieses Verständnis werden Kostendebatten nicht nachhaltig sein.» Der VCL kann dieser Aussage zustimmen. Die Behandlung stärker in den Fokus stellen als die Vermeidung von Erkrankungen, ist ein «end off pipe» Vorgehen. Der Stellvertretende Landtagsabgeordnete Benjamin Risch der FL weist darauf hin, dass Eigenverantwortung und systemische Ursachen beachtet werden müssen.

Laut einer Publikation der Britischen Regierung reduziert regelmässige körperliche Aktivität Krankheiten wie folgt: Demenz -30%, Hüftfraktur -68%, Depression  -30%, Brustkrebs -20%, Darmkrebs -30%, Diabetes Typ2 -40%, Herzerkrankungen -35%. Grafik auf www.vcl.li 

Der tägliche aktive Arbeitsweg – ganz besonders per Fahrrad oder Pedelec – bewirkt eine bessere Fitness und Gesundheit der Mitarbeitenden. Für den Arbeitgeber bedeutet dies geringere Absenzen und höhere Produktivität. Für die Mitarbeitenden höhere Lebens-qualität. Damit die Leute vom Auto umsteigen, muss die Auto-Infrastruktur weniger attraktiv gemacht werden, die Infrastruktur für den Fuss- und Radverkehr sowie den öffentlichen Verkehr attraktiver.