Regierung sucht erneut Wohnungen für Flüchtlinge

Krieg in der Ukraine: Die Russen zerstören Städte mit dauernden Luftangriffen. Bis jetzt hat der Krieg laut Experten-Schätzungen mehrere Hunderttausend Menschenleben auf beiden Seiten gefordert. Die momentane eisige Kälte tut ihr Übriges. Foto: Picture Alliance, Frankfurt/Main.

Vaduz (ots) – Per Ende Dezember 2025 werden 938 Personen im Asylbereich durch die Flüchtlingshilfe Liechtenstein (FHL) betreut. Dies sind 850 Schutzbedürftige aus der Ukraine, 19 vorläufig Aufgenommene und 69 Asyl- und Schutzsuchende.

Durchschnittlich wurden im Jahr 2025 monatlich 30 Asyl- und Schutzgesuche gestellt. Über die kommenden Monate ist weiterhin mit 30 bis 50 neuen Gesuchen pro Monat zu rechnen, dies insbesondere aufgrund der kontinuierlichen und systematischen Angriffe Russlands auf die Energieinfrastruktur der Ukraine. Der harte osteuropäische Winter wird von Russland indirekt als Kriegsmittel genutzt mit schwerwiegenden Folgen für die Bevölkerung.

Die hohe Anzahl betreuter Personen schlägt sich insbesondere im Unterbringungsbereich nieder. Aus diesem Grund hat die Regierung in den vergangenen Monaten den Abschluss weiterer Mietverträge genehmigt, um die Unterbringung der Geflüchteten in den kommenden Monaten sicherzustellen.

Zusätzlich ist erneut die Anmietung von privatem Wohnraum nötig, um in den nächsten Monaten ausreichend Unterbringungsplätze bereitzustellen. Deshalb sind private Vermieterinnen und Vermieter sowie Fachpersonen aus dem Immobilienbereich, die bereit sind, ihre Liegenschaften dem Land Liechtenstein zu vermieten, abermals eingeladen, die zuständigen Stellen zu kontaktieren. Nach der Meldung wird überprüft, ob sich das Angebot eignet, und es wird Kontakt mit den Anbietern aufgenommen.