In der Sitzung vom 24.Februar 2026 hat der Triesenberger Gemeinderat unter dem Vorsitz von Gemeindevorsteher Christoph Beck u.a. folgende Beschlüsse gefasst:
Schulstandort Obergufer / Arbeitsvergabe
Zur Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie für den Schulstandort Triesenberg wurde durch
das Architekturbüro Beat Burgmaier Architekten AG, in Zusammenarbeit mit sämtlichen
Nutzern, ein Raumprogramm erstellt.
Die Machbarkeitsstudie soll Variantenstudien und Analysen zur Entwicklung und zum Vergleich
verschiedener Lösungsansätze (Bestandsbau / Neubau) für den Schulstandort Obergufer,
samt Grobkostenschätzung, umfassen. In die Untersuchungen werden das bestehende
Schulgebäude und auch das gegenüberliegende Mehrzweckgebäude Kontakt einbezogen.
Der Gemeinderat beschliesst die Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie für den Schulstandort
Obergufer zu CHF 30’050.95 an die Beat Burgmaier Architekten AG, zu vergeben.
Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie soll dem Gemeinderat als Entscheidungsgrundlage
für die weitere Vorgehensweise und eine allfällige Realisierung dienen.
Neugestaltung Dorfzentrum / Arbeitsvergabe
Die Gemeinde hat sich in den vergangenen Monaten erneut mit dem Thema Neugestaltung des Dorfzentrums beschäftigt. Nach einem Workshop im Mai 2025 wurde die Firma SLIV AG, Planung & Beratung beauftragt, einen Masterplan zu erarbeiten. Aus dem Workshop und den bestehenden Studien wurden wichtige Inputs für den Masterplan gewonnen. Dieser definiert die zukünftigen Leitlinien für die einzelnen Projekte und dient als zentrale Grundlage für die folgenden Projektwettbewerbe. Er legt grob die wichtigsten Anforderungen und Rahmenbedingungen fest.
Nach dem Masterplan ist in einem nächsten Schritt die Machbarkeitsstudie nötig, bevor dann zu einem Projektwettbewerb ausgeschrieben werden kann. Die Machbarkeitsstudie dient dazu, dass geprüft wird, ob alle geforderten Nutzungen möglich sind, die der Masterplan vorsieht.
Der Gemeinderat vergibt die Planungsleistung für die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie und die Erstellung der Grundlagen für ein Projektwettbewerbsverfahren zu CHF 50 000.– an die Lampert Architektur AG. Sowohl die Machbarkeitsstudie Schulstandort als auch die für die Neugestaltung des Dorfzentrums dienen dem Gemeinderat als Grundlage einer zukünftigen zeitlichen und finanziellen Priorisierung grösserer Projekte.
Genehmigung Überbauungsplan Fura / Gufer talseitig
Entlang der Landstrasse zwischen der Abzweigung Guferstrasse und dem Dorfzentrum in Triesenberg wird ein Überbauungsplan für die talseitig liegenden Grundstücke Nr. 1989, 1990, 1992, 1993, 1994, 1995 und 1996 als erster Teil eines ausgedehnten Überbauungsplans entlang der Landstrasse erstellt.
Aufgrund einer Vorprüfung der Machbarkeitsstudie über eine Überbauung auf dem Grundstück Nr. 1992 wurde ersichtlich, dass eine erhöhte Bauweise der talseitigen Grundstücke entlang der Landstrasse zu einer stimmigen Gestaltung des Ortsbildes beiträgt. Durch die Anbindung der Gebäude an die Landstrasse kann das Dorfzentrum leicht über das Trottoir erreicht werden. Dies führt zu einer Bereicherung des Dorfzentrums mit Restaurants und dem Lebensmittelladen. Eine Ausarbeitung eines Überbauungsplans hinsichtlich einer nicht anbaupflichtigen Baulinie (der Abstand darf gemäss BauG auch grösser sein) für ober- und unterirdische Baukörper wurde daher für richtig empfunden. Im Hinblick auf einen zukünftigen Ausbau der Strasse für einen besseren Verkehrsfluss des Schwerverkehrs wurde eine neue Strassengrenze ermittelt, welche in diesem Überbauungsplan fester Bestandteil ist.
Die nicht anbaupflichtige Baulinie soll den Strassenraum positiv prägen und die Einfahrt ins Triesenberger Dorfzentrum optisch verdichten. Durch die höhere Gebäudehöhe talseitig, können ortstypische gleichschenklige Satteldächer ermöglicht werden. Die Baulinie ermöglicht auch eine geringere Gebäudehöhe talseitig durch den geringeren Abstand zur Landstrasse. Grob zusammengefasst wird der ortsplanerische Gedanke der Verdichtung mit der Möglichkeit des Bezuges zum Strassenraum aller angrenzenden Grundstücke zur Landstrasse untermalt.
Alle im Überbauungsplanperimeter befindlichen Eigentümerinnen und Eigentümer haben dem Überbauungsplan zugestimmt. Die im Überbauungsplan betroffenen Bodenauslösungen sollen in nächster Zeit abgeschlossen werden.
Der Gemeinderat beschliesst den Überbauungsplan Fura / Gufer talseitig.
Schulhaus Obergufer / Arbeitsvergabe
Im letzten Jahr wurde im Schulhaus Obergufer die Modernisierung des bestehenden Siemens- Leitsystems für die Einzelraumregulierung umgesetzt. Im Zuge dieser Massnahme zeigte sich, dass für den Betrieb des Systems zusätzliche elektrotechnische Anpassungen notwendig sind. Der Gemeinderat vergibt die Arbeiten für die zusätzlichen Verkabelungen und den Austausch der Raumregler im Schulhaus Obergufer zu CHF 22 046.15 an die Elektro Beck AG.
Rasenunterhalt 2026 für die Fussballplätze / Arbeitsvergabe
Der Gemeinderat vergibt die Rasenunterhaltsarbeiten der Sportanlage Leitawis für den Haupt- und Trainingsplatz zu CHF 25 553.80 an die Sportring AG, Gossau.
Zusätzlicher Schülertransport / Arbeitsvergabe
Der Schulbus Malbun bietet seit vielen Jahren eine wichtige Unterstützung für im Alpengebiet, Steg und Malbun wohnhafte Eltern bzw. deren Kinder. Das Angebot wird rege genutzt, wobei täglich zwischen 10 bis 16 Kinder aus dem oder ins Alpengebiet transportiert werden. Mit der Einführung der neuen Tagesstruktur im Obergufer, die auch den Mittagstisch umfasst, wurde der bestehende Schulbusdienst entsprechend angepasst, damit auch die Kinder aus dem Kindergarten Täscherloch die Möglichkeit haben, den Mittagstisch besuchen zu können.
Mit dem Start der Tagesstruktur wurde auf die Entwicklung und Nachfrage des Angebots geschaut. Es wurde festgestellt, dass einige Kinder aus dem Kindergarten Täscherloch den Mittagstisch nutzen. Bisher wurde der Transport dieser Kinder im vergangenen Schuljahr von der Kita Star übernommen.
Der Gemeinderat genehmigt die Einsetzung eines Schülertransports vom Schulhaus Obergufer zum Kindergarten Täscherloch um 13.15 Uhr durch die Philipp Schädler Anstalt zu jährlich CHF 7 700.-. Der zusätzliche Schülertransport startet nach den Osterferien.
Archivdienstleistungen / Arbeitsvergabe
Die zunehmend komplexer werdenden Vorschriften und Gesetze und die richtige, dauerhafte Archivierung setzen ein enormes Fachwissen voraus. Darum setzt die Gemeinde im Gemeindearchiv seit 2009 auf die bewährte Unterstützung der Firma Infodok Anstalt.
Um die Kontinuität bei der fachlichen Leitung des Archivs und auch die notwendige Unterstützung bei der Weiterentwicklung der elektronischen Geschäftsverwaltung weiterhin zu gewährleisten, vergibt der Gemeinderat den Auftrag für die Archivdienstleistungen 2026 und 2027 zu CHF 60 000.- an die Infodok Anstalt.
Baugesuch für eine Bewilligung ausserhalb der Bauzone
Bei der Gemeinde ging ein Baugesuch für die Neuinstallation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses beim Grundstück Nr. 4205, Im Boda, ein. Der Gemeinderat stimmt dem Baugesuch ausserhalb der Bauzone aufgrund des Gemeindegesetzes zu.
Kommissionen / Tätigkeitsberichte 2025
Gemäss Geschäftsordnung des Gemeinderates ist es Aufgabe der Kommissionsvorsitzenden, jährlich einen Tätigkeitsbericht zu erstellen. Der Gemeinderat nimmt folgende Tätigkeitsberichte zur Kenntnis:
Friedhofkommission
Kommission Familie, Alter und Gesundheit
Kulturkommission
Veranstaltungskommission
Vernehmlassungsbericht
Der Gemeinderat nimmt den Vernehmlassungsbericht betreffend die Schaffung eines Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsrechts (ATSG) – Schaffung eines Rahmengesetzes und Abänderung der betroffenen Einzelgesetze zur Kenntnis. Auf eine Stellungnahme wird verzichtet.
Information zu aktuellen Baugesuchen
Neubau Einfamilienhaus und Neuinstallation Luftwärmepumpe, Spenni
Margoth Bürzle, Balzers
Stefan Bürzle, Sennwisstrasse 19
Umnutzung Ladenlokal in Gastrobetrieb, Hofi
Gemeinde Triesenberg
Es wird darauf hingewiesen, dass das vollständige Gemeinderatsprotokoll erst an der darauffolgenden Gemeinderatssitzung genehmigt wird.




