
Präsident Dr. Matthias Strolz: «Wenn die Welt verrücktspielt, wird gute Nachbarschaft zur besten Friedensarbeit»
Anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens lud die Österreichisch-Liechtensteinische Gesellschaft (OELI) am 24. Februar 2026 zu einer festlichen Jubiläums-Soirée in das Stadtpalais Liechtenstein in Wien. Rund um das Thema «Die Herausforderungen eines Kleinstaates in der heutigen Welt» versammelten sich 160 Vereinsmitglieder, hochrangige Gäste aus Politik, Diplomatie, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur und Zivilgesellschaft. Unter den Ehrengästen befanden sich unter anderem Justizministerin Dr. Anna Sporrer, der Nationalratspräsident Mag. Walter Rosenkranz und Simon Biedermann, Botschafter des Fürstentums in Österreich. Gemeinsam würdigten sie die besondere Partnerschaft zwischen Österreich und Liechtenstein und richteten den Blick auf künftige Perspektiven der Zusammenarbeit.
Funktionierende und lebendige Nachbarschaft
Im Mittelpunkt des Abends standen die Ausführungen von Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, der die Bedeutung verlässlicher Nachbarschaft und strategischer Weitsicht für Kleinstaaten hervorhob: «Gerade für Kleinstaaten ist verlässliche Partnerschaft kein
diplomatisches Beiwerk, sondern eine Lebensnotwendigkeit», betonte er. In einer Welt, die
zunehmend von Machtinteressen geprägt sei, komme es auf kluge Kooperation, Vertrauen
und klare strategische Positionierung an. Zwanzig Jahre Österreichisch-Liechtensteinische
Gesellschaft seien Ausdruck einer funktionierenden und lebendigen Nachbarschaft.
Stabilität vor der eigenen Haustüre
Der Präsident der Gesellschaft, Matthias Strolz, würdigte das Jubiläum als Moment der
Besinnung und des Aufbruchs zugleich. Er unterstrich: «Die Nachbarschaft zwischen
Österreich und Liechtenstein ist eine Chancengemeinschaft.» In einer Zeit, in der alte
Ordnungen brechen und viele Gewissheiten schwinden, werde klar, dass Nachbarschafts-pflege aktive Friedensarbeit sei. Matthias Strolz: «In einer aus den Fugen geratenen Welt beginnt Stabilität vor der eigenen Haustür. Wo die Welt taumelt, gibt gute Nachbarschaft festen Boden unter den Füssen.»
Begegnungen und Initiativen ermöglichen
Mit Freude und Dankbarkeit blickt Prinzessin Tatjana von und zu Liechtenstein, Ehrenpräsidentin der OELI, auf die Aufbauarbeit der vergangenen zwei Jahrzehnte zurück.
«Was vor zwanzig Jahren aus Überzeugung und beherztem Engagement entstanden ist, hat
sich zu einer lebendigen Plattform des Austauschs zwischen unseren beiden Ländern
entwickelt», erklärte sie. «Es berührt zu sehen, welche Begegnungen, Ideen und Initiativen in und durch unsere Freundschaftsgesellschaft möglich wurden.» Nun sei der Anspruch, diesen Geist weiterzuentwickeln – offen, progressiv und mit Mut zu neuen Formen der
Zusammenarbeit und des Zusammenseins.
Über die Österreichisch-Liechtensteinische Gesellschaft (OELI)
Die OELI fördert seit 2006 den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Österreich und
Liechtenstein in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, die gewachsene Nachbarschaft als strategische Partnerschaft weiterzuentwickeln und neue
Impulse für Begegnungen und gemeinsame Projekte zu setzen.

Präsident Dr. Matthias Strolz (beim Anschneiden der der OELI-Jubiläums-Sachertorte), S.D.
Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein




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