Zensur statt Meinungsfreiheit beim «Vaterland»

Leserbrief der Initiative A

Am 19. Januar haben wir in einem Leserbrief die Thronrede des Erbprinzen und die Absage des Gesundheitsministers an eine Impflicht gelobt. Im Gegensatz zu anderen Medien hat das «Vaterland» jedoch abermals auf Zensur gemacht. Die Redaktion spielt sich offensichtlich immer mehr zum Wahrheitsministerium auf.

Skurril ist, dass ausgerechnet das «Vaterland» sich auf längst entlarvte «Faktenchecks» beruft. Wir konnten in der Vergangenheit mit Primärquellen aufzeigen, dass ihre «Faktenchecks» einer wissenschaftlichen Betrachtung nicht standhalten. Es ist hinlänglich bekannt, dass Vieles, was das «Vaterland» bei C19 mantramässig geschrieben hat, nicht der Wahrheit entsprach: Weder ist die Impfung «sicher und wirksam», noch sind Geimpfte nicht mehr infektiös.

Das vom Erbprinzen angemahnte «markant gesunkene Vertrauen in die Institutionen» betrifft zu weiten Teilen auch Medien wie das «Vaterland». Bis heute hat die Zeitung neue Erkenntnisse zu C19 weitgehend verschwiegen und auch nicht eine einzige dem Narrativ widersprechende Meinung publiziert. Dabei leben Wissenschaft und Gesellschaft von Rede und Gegenrede. Eine von den Steuerzahlern mit jährlich 1,3 Mio. Franken subventionierte Zeitung hat keinen Anspruch auf öffentliche Förderung, wenn sie andere Meinungen systematisch unterdrückt.

«Radio L» und «Volksblatt» haben sich mit ihrer einseitigen C19-Berichterstattung selbst das Grab geschaufelt, das «Vaterland» arbeitet daran.

Die Einschränkung der Meinungsfreiheit in Europa unter dem EU-Lead scheint System zu haben. Das hat US-Vizepräsident Vance vor einem Jahr in München deutlich kritisiert. Während die Entrüstung bei den Adressaten gross war, sprach Prinz Michael von Liechtenstein von einer «bemerkenswerten Rede, in der Vizepräsident Vance der europäischen Führung einen Spiegel vorhielt. Das war ein notwendiger Tadel, für den wir dankbar sein sollen. Hoffentlich rüttelt das einige auf».

Dass die Meinungsfreiheit ausgerechnet im sich als besonders demokratisch wähnenden Europa immer mehr eingeschränkt wird, hat zuletzt in seiner Neujahrsansprache vor Diplomaten nun sogar Papst Leo XIV. kritisiert. Der Pontifex sagte, es sei «bedauerlich festzustellen», dass insbesondere hier «der Raum für echte Meinungsfreiheit immer mehr eingeschränkt» werde, dies öffne «Raum für Gewalt und Unterdrückung», mahnte der Papst. Bleibt die Frage, wie lange die Politik beim «Vaterland» noch zuschauen will, bevor sie endlich handelt.