Transparenz, ein klarer Fahrplan und Verlässlichkeit sind jetzt entscheidend

 Parteibühne von FBP-Präsident Alexander Batliner 

Die Diskussion um den Neubau des Landesspitals (LLS)
kocht erneut hoch. Fakt ist: Die Bevölkerung hat zwei Mal Ja
zu einem Neubau gesagt. Die Politik hat die Verpflichtung, diese
Volksentscheide umzusetzen. Im Umkehrschluss bedeutet dies:
Die Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner haben Anspruch darauf, dass ihren Volksentscheiden nachgelebt wird. Daran gibt es nichts zu rütteln. 

Für die FBP ist das Landesspital kein taktisches Projekt und kein parteipolitisches Spielballthema. Es ist zu wichtig, geht es doch um nichts weniger als das zentrale Element der medizinischen Grundversorgung unseres Landes. Die FBP steht nach wie vor hinter dem Spitalneubau und hinter dem Spitalstandort Liechtenstein. 

Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern, aber die Zukunft lässt sich gestalten. Regierungsrat Emanuel Schädler muss nun rasch die zentralen Fragen beantworten. Dies umso mehr, als er bei verschiedenen Vorstössen der FBP von letztem Herbst – etwa zur Altersmedizin oder zu den Medikamentenpreisen – argumentierte, solche Überlegungen seien obsolet, da sie Teil in den «fast fertigen» ministeriellen Planungen seien. Wenn dem so ist, braucht es jetzt Klarheit und Antworten auf folgende Fragen: 

Wie sieht das «fast fertige» Konzept des Ministeriums konkret aus und welche Rolle spielt darin das Landesspital? 

  • Wie geht es jetzt mit dem Landesspital weiter? 
  • Ist das Landesspital für ihn noch der Grundpfeiler der Gesundheitsversorgung unseres Landes? 
  • Welche Rolle misst Gesundheitsminister Emanuel Schädler dem LLS als Teil des Gesundheitsstandorts Liechtenstein bei? 
  • Steht Minister Emanuel Schädler noch hinter dem ausgearbeiteten Projekt? 
  • Gilt das Regierungsprogramm noch, in welchem festgehalten wird, dass der Neubau des Landesspitals realisiert werden soll? 

Keine Frage: Es wurden Fehler gemacht – in der Projektorganisation, in der Planung, in der Kommunikation. Die FBP erwartet, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit lernt und die richtigen Lehren daraus zieht und gemeinsam in die Zukunft blickt. Transparenz, ein klarer Fahrplan und Verlässlichkeit sind jetzt entscheidend, um verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen. Dazu gehört auch ein sorgfältiger Umgang mit vertraulich deklarierten Unterlagen. Dass wiederholt vertrauliche Inhalte aus dem Ministerium für Gesellschaft an die Medien weitergegeben wurden, ist einer vertrauensvollen Aufarbeitung und Zusammenarbeit jedenfalls abträglich.