Das Bild vom 10. Januar 2026 zeigt Massenproteste im Iran. US-Präsident Donald Trump erwägt offenbar, gegen das Regime einzugreifen. Bild: Picture Alliance, Frankfurt/Main
Mehr als 100 Tote bei Masenprotesten
im Iran – 2600 Verhaftungen
Die im Iran wegen der Massenproteste verhängte Internetsperre dauert auch heute noch an. Der Netzzugang ist seit 60 Stunden blockiert, wie die Organisation Netblocks auf X verlauten liess.
Gestern Abend waren im Iran erneut Tausende von Menschen gegen das Regime von Chamenei auf die Straße gegangen. Der US-Sender CNN berichtet, dass sich im Iran die Proteste in mehr als 100 Städten ausgeweitet hätten. Im Norden der Hauptstadt Teheran schlugen die Demonstrierenden auf Töpfe und riefen Slogans zur Unterstützung der Familie des 1979 gestürzten Schahs, wie ein von der Nachrichtenagentur AFP verifiziertes Video zeigte.
Über 100 Tote bei Massenprotesten im Iran
Nach Angaben von Aktivisten ist die Zahl der Menschen im Iran, die bei den Protesten durch Sicherheitskräfte getötet wurden, auf mehr als 100 gestiegen, wie der Deutschlandfunk berichtet. 2600 Menschen seien verhaftet worden. Wegen des vom Regime verordneten Internet-Blackout im Iran dringt nicht viel über die laufenden Massenproteste nach außen. Einige Bilder und Videos kursierten nun aber, wie das Nachrichtenportal Euronews berichtet. In den Videos sei immer wieder der Slogan zu hören gewesen: „Wir haben keine Angst mehr. Wir werden weiter kämpfen.“
Trump warnt iranische Regierung
US-Präsident Donald Trump wiederholte unterdessen seine Warnung an die iranische Regierung, dass die USA eingreifen würden, falls wie in der Vergangenheit Menschen getötet werden: „Wir werden uns einmischen, wir werden sie sehr hart treffen, wo es wehtut.“ Damit sei allerdings kein Einsatz von US-amerikanischen Bodentruppen gemeint.