Neujahrs-Rede von Regierungschefin Brigitte Haas

Leserbrief von Norman Wille,
Buchenweg 1, Vaduz 

Ein Hort der Glückseligen. Nicht nur kaltes, nein. Gar warmes Wasser kommt aus unseren Leitungen. Und wer Hunger hat, kauft sich was im nächsten Laden. Ich staune. Oder nein, gross ist das Erstaunen nicht.

Meine Erwartungen auch an diese Regierung waren und sind keineswegs hoch. Offen gestanden, das Vertrauen in die Damen und Herren auf den grossen Stühlen in Vaduz ist gering. Systembedingt gering. Aber, ich gebe es zu. Die „Neujahrs-Ansprache“ von Regierungschefin Haas war dann wohl doch die mit Abstand schlechteste, die mir je von einem Regierungschef in den letzten 50 Jahren zu Ohren gekommen ist. Klar. Schönwetter-Reden gehören im Land zum Repertoire jeden Parteigängers. Viel anderes ist aus dem Regierungsgebäude auch nicht zu vernehmen. Ich mag noch nicht einmal auf die einzelnen Punkte der Rede von Regierungschefin Haas eingehen. Es bleibt mir nur noch anzumerken, dass das, was Frau Haas da vom Stapel hat laufen lassen, an Naivität und Verkennung der Verhältnisse im Land kaum mehr zu toppen ist.

Mit dieser Sichtweise der Dinge in unserem kleinen Land, Frau Haas, sind sie – meiner Ueberzeugung nach – ganz bestimmt nicht die richtige Person am richtigen Ort. Das ist zu wenig. Viel – zu wenig.