Die Gemeinden Vaduz, Triesen, Balzers und Triesenberg haben das First-Responder-System eingeführt. In diesem Rahmen absolvierten die Gemeindepolizisten Ende 2025 eine zusätzliche medizinische Ausbildung, um im Notfall rasch lebensrettende Sofortmassnahmen einleiten zu können. Ziel ist es, die medizinische Erstversorgung der Bevölkerung weiter zu verbessern.
Der Rettungsdienst des Liechtensteinischen Roten Kreuzes (LRK) ist in Liechtenstein sehr gut aufgestellt und in der Regel rasch vor Ort. Nichtsdestotrotz vergeht zwischen dem Ein-gang des Notrufes und dem Eintreffen der Rettungskräfte oftmals wichtige, teils lebensentscheidende Zeit. Mit der Einführung des First-Responder-Systems wird diese Zeit verkürzt und die bestehende Rettungskette gezielt ergänzt. Die Gemeindepolizisten übernehmen während ihren Präsenzzeiten durch Sofortmassnahmen vor Ort eine wichtige Brückenfunktion zwischen Alarmierung und professioneller medizinischer Versorgung durch den Rettungsdienst. Sie unterstützen dabei die Rettungssanitäter des LRK, die schon seit Juni letzten Jahres diese Funktion ausüben und in ihrer Freizeit als First Responder aufgeboten werden können.
Um diese Aufgabe ausüben zu können, wurden die Gemeindepolizisten in Zusammenarbeit mit dem LRK für medizinische Notfälle ausgebildet. Der Fokus lag insbesondere auf Herz-Kreislauf-Stillständen und anderen zeitkritischen Situationen. Ab Januar 2026 sind sie somit befähigt, umgehend Erste-Hilfe-Massnahmen einzuleiten, Wiederbelebungen durchzuführen und moderne Hilfsmittel wie automatische externe Defibrillatoren (AED) einzusetzen.
Stärkung der lokalen Einsatzstrukturen
Der Mehrwert dieses Systems ist für die gesamte Bevölkerung gross, da alle von einer schnelleren Hilfeleistung im Notfall profitieren. Dank ihrer guten Ortskenntnisse und der kurzen Wege sind die Gemeindepolizisten jeweils rasch vor Ort und können umgehend mit der Ersthilfe beginnen.
Die zusätzliche Ausbildung der Gemeindepolizisten stärkt nicht nur die Sicherheit der Bevölkerung, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden, der Polizei, der Sanität und weiteren Blaulichtorganisationen. Durch klare Abläufe und gezielte Schulungen wird sichergestellt, dass im Ernstfall effizient, koordiniert und professionell gehandelt wird.
Mit der Einführung des First-Responder-Systems setzen die beteiligten Gemeinden ein klares Zeichen für Prävention, Sicherheit und die nachhaltige Weiterentwicklung ihrer Einsatz- und Notfallstrukturen.




