„Warum?

Leserbrief von Dr. Jochen Hadermann, Triesen

Die Dramatik um die Ausladung des Vorsitzenden der in Gründung befindlichen Wertunion in Deutschland ist eigentlich nicht zu überbieten.

Da hat die „TankstellaBeiz“, ein Verein in Triesenberg und anerkannter Organisator von grösseren Anlässen mit bekannten Referenten aus dem Umfeld der politischen und gesellschaftskritischen Opposition im jeweiligen Land es geschafft, dass Dr. HG Maassen für einen Vortrag nach Liechtenstein kommen würde. Der Anlass war durchorganisiert und schon über 60% der Tickets wurden verkauft.

Und dann kamen die Breitseiten einer Journalistin des “Staatsmediums“ Vaterland, Julia Strauss, gegen den Referenten und die Organisatoren. Das genügte den Gemeinden Vaduz und Triesenberg und der Landespolizei, den Anlass zu verbieten. Es bleibt mir als Bürger total verschlossen, warum der Referent Dr. HG Maassen, Rechtsanwalt und ehemaliger Präsident des Verfassungsschutzes (von 2012 bis 2018) als Rechtsextremer verunglimpft wird, resp. warum Institutionen in Liechtenstein die verfassungsmässigen Grundrechte der Versammlungs- und Redefreiheit nicht beachten.

Dieses Vorgehen ist sicherlich der Reputation unseres Landes als liberalem und freiheitlichem Staat nicht förderlich.