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LLB-Gruppe steigert Gewinn auf rund 76 Millionen Franken

Die LLB-Gruppe hat auch im ersten Halbjahr 2022 Wachstumsdynamik bewiesen. Dazu beigetragen haben alle Marktdivisionen und Buchungszentren. Das Konzernergebnis konnte trotz des schwierigen Marktumfelds auf CHF 75.9 Mio. gesteigert werden. Besonders erfreulich ist, dass sich die operative Leistung weiter verbessert hat. Im Rahmen eines öffentlichen Kaufangebots hat die Liechtensteinische Landesbank ihre Beteiligung an der Bank Linth auf 99.9 Prozent erhöht und plant deren Dekotierung bis Ende des Jahres.

„Trotz des anspruchsvollen Umfelds konnten wir auch im ersten Halbjahr 2022 ein erfreuliches Ergebnis erzielen. Das zeigt, dass wir das Vertrauen unserer Kunden geniessen und mit unserem Geschäftsmodell strategisch richtig ausgerichtet sind“, resümiert Georg Wohlwend, Verwaltungsratspräsident der LLB-Gruppe.

Netto-Neugeld-Zufluss von CHF 2.5 Mia.
2021 war für die LLB-Gruppe ein ausserordentlich erfolgreiches, vor allem durch starkes Wachstum geprägtes Jahr. Dieses positive Momentum hat sich im ersten Halbjahr 2022 sowohl beim Netto-Neugeld als auch bei den Kundenausleihungen fortgesetzt. Dank intensiver Marktbearbeitung hat die LLB-Gruppe CHF 2.5 Mia. an Netto-Neugeld generiert. Das entspricht einer annualisierten Wachstumsrate von 5.5 Prozent. Zu dieser erfreulichen Entwicklung haben alle Marktdivisionen und Buchungszentren beigetragen.

Erneuter Anstieg bei den Kundenausleihungen
Die Kundenausleihungen konnten um CHF 0.4 Mia. zulegen (1. Semester 2021: CHF 0.3 Mia.). Der Grossteil des Volumens entfällt dabei auf Hypotheken. Diese erreichten mit CHF 12.5 Mia. (31.12.2021: CHF 12.2 Mia.) einen neuen Höchststand. Beide Standbeine – die Bank Linth in der Ostschweiz und die LLB in Liechtenstein – trugen zum Wachstum bei. Die übrigen Kundenausleihungen erhöhten sich auf CHF 1.7 Mia. (31.12.2021: CHF 1.6 Mia.). Aufgrund erheblicher Marktkorrekturen nahmen die Kundenvermögen um 8.4 Prozent auf CHF 84.2 Mia. ab (31.12.2021: CHF 91.9 Mia.). Dank des guten organischen Wachstums konnte der marktbedingt resultierende Rückgang beim Geschäftsvolumen um 6.9 Prozent beziehungsweise um CHF 7.3 Mia. auf CHF 98.4 Mia. (31.12.2021: CHF 105.7 Mia.) abgefedert werden.

Diversifizierte Ertragsstruktur
Der Geschäftsertrag nahm im ersten Semester 2022 um 4.4 Prozent auf CHF 241.9 Mio. zu (1. Semester 2021: CHF 231.8 Mio.). Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um CHF 4.1 Mio. auf CHF 112.7 Mio. (1. Semester 2021: CHF 108.6 Mio.). Der bestandsabhängige Erfolg erhöhte sich insbesondere aufgrund der höheren Durchschnittsvolumen bei den Kundenvermögen als in der Vorjahresperiode. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft stieg deutlich um 41.6 Prozent auf CHF 53.2 Mio. (1. Semester 2021: CHF 37.6 Mio.). Das ist vor allem auf die gesteigerte Kundenaktivität zurückzuführen. Zudem verbesserte sich der Treasury-Beitrag unter anderem aufgrund der gestiegenen US-Dollar-Zinsen. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft vor erwarteten Kreditverlusten verringerte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 4.2 Prozent beziehungsweise um CHF 3.2 Mio. auf CHF 73.4 Mio. (1. Semester 2021: CHF 76.6 Mio.). Das Kundenzinsengeschäft profitierte vom gezielten Wachstum bei den Hypotheken. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft mit Kunden blieb konstant. Die LLB-Gruppe hat ihre Risikovorsorge bei den Krediten im Umfang von CHF 3.4 Mio. leicht erhöht.

Strategiebedingter Anstieg des Geschäftsaufwands
Aufgrund der Investitionen in die neue Strategie ACT-26 lag der Geschäftsaufwand im ersten Semester 2022 mit CHF 154.5 Mio. erwartungsgemäss um 2.5 Prozent über dem Vorjahr (1. Semester 2021: CHF 150.7 Mio.). Der Personalaufwand stieg um 2.4 Prozent beziehungsweise um CHF 2.2 Mio. auf CHF 96.2 Mio. (1. Semester 2021: CHF 94.0 Mio.). Der Sachaufwand fiel mit CHF 40.2 Mio. um 6.8 Prozent höher aus als in der Vorjahresperiode (1. Semester 2021: CHF 37.6 Mio.).

LLB AG schliesst öffentliches Kaufangebot erfolgreich ab
Die Liechtensteinische Landesbank AG hat im Rahmen eines öffentlichen Kaufangebots ihre Beteiligung an der Bank Linth auf aktuell 99.9 Prozent erhöht. In einem nächsten Schritt werden die Aktien der Bank Linth an der Schweizer Börse dekotiert. Das ermöglicht es der Bank Linth, sich noch stärker als Vertriebsbank auf die Kunden und deren Bedürfnisse zu konzentrieren.

Ausblick
Das Marktumfeld bleibt schwierig. Die geopolitisch angespannte Lage, die steigende Inflation, die Angst vor einer drohenden Rezession und das immer noch hochansteckende Coronavirus gestalten das Umfeld noch anspruchsvoller. Trotz dieser herausfordernden Ausgangslage ist die LLB-Gruppe zuversichtlich. „In den ersten Monaten dieses Jahres konnten wir erneut beweisen, dass wir auch unter solch anspruchsvollen Rahmenbedingungen erfolgreich sind und weiter wachsen. Wir wollen die positive Entwicklung der LLB-Gruppe fortsetzen. Für das Gesamtjahr 2022 erwarten wir ein solides Ergebnis“, sagt Group CEO Gabriel Brenna.

 

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