BEVO-Vorsorgestiftung in Liechtenstein

Was hat es denn mit diesem Umwandlungssatz auf sich?

Der Umwandlungssatz ist eine Prozentzahl. Damit wird ein Altersguthaben im Rentenalter in eine jährliche beziehungsweise monatliche, lebenslängliche Rente umgewandelt. Im Gegensatz zur Schweiz gibt es in Liechtenstein in der obligatorischen Altersvorsorge keinen gesetzlich vorgegebenen Mindestumwandlungssatz. Das oberste Gremium, namentlich der Stiftungsrat, kann somit die Höhe des Umwandlungssatzes selbst festlegen. 

Es sind zwei Grössen, welche in die Berechnung des Umwandlungssatzes einfliessen. Zum einen ist dies der einberechnete Zins, mit dem die Altersguthaben in Zukunft verzinst werden, und zum anderen die Lebenserwartung. Bei der Bestimmung dieser Grössen muss man die zukünftige Entwicklung berücksichtigen und zwar für einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren. Wie schwierig das ist, zeigt sich anhand der Lebenserwartung. Gemäss Bundesamt für Statistik sank nämlich im von der Covid-19-Pandemie geprägten Jahr 2020 die Lebenserwartung gegenüber dem Vorjahr bei den Männern um 0,9 auf 81,0 Jahre und bei den Frauen um 0,5 auf 85,1 Jahre (2019: Männer 81,9; Frauen 85,6). Eine solche Abnahme wurde gemäss den Sterbetafeln bei den Männern seit 1944 und bei den Frauen seit 1962 nicht mehr beobachtet. 

Die Unterschiede beim Umwandlungssatz haben für die Versicherten grosse Auswirkungen. Dies sei anhand des folgenden, vereinfachten Beispiels verdeutlicht:
Alterskapitel in CHF: 200’000
Rentenbezugsdauerdauer in Jahren: 16

Wie die Tabelle zeigt, ergeben sich erhebliche Unterschiede, obwohl das
angesparte Alterskapital bei allen Beispielen gleich hoch war. Es lohnt sich
also bei der Wahl der Pensionskasse diesem Aspekt Rechnung zu tragen.