Mathias Eggenberger feiert in Rom ersten Sieg auf der Alps Tour

Mathias Eggenberger gewinnt am 23. März 2022 erstmals ein Turnier der Alps Tour und sichert sich in Rom Titel und Siegercheck bei der Winter Series Golf Nazionale.

Mathias Eggenberger schreibt am 23. März 2022 im Golf Nazionale in Rom Liechtensteiner Golfgeschichte: Der 30-Jährige gewinnt als erster Liechtensteiner ein Turnier der Alps Tour! Dies mit einem beeindruckenden Siegerscore von 10 unter Par – und fünf Schlägen Vorsprung auf die Zweitplatzierten Davey Porsius (Niederlande) und Tom Vaillant (Frankreich).

Schaan/Rom, 23. März 2022 – Einen Monat nach dem Saisonstart auf der Alps Tour gibt’s für die Golffans in Liechtenstein und der Schweiz viel Grund zum Jubeln: Der 30-jährige Schaaner Mathias Eggenberger, der als liechtensteinisch-schweizerischer Doppelbürger und ehemaliger Swiss-Golf-Nationalspieler unter Schweizer Flagge antritt, feiert am 23. März 2022 im Golf Nazionale in Rom seinen ersten Sieg auf der Alps Tour. Es ist dies zugleich der erste internationale Titelgewinn als Professional für den Spieler des Golf Club Bad Ragaz. (Seinen ersten Sieg als Professional hatte «Eggi» am 27. Juli 2021 auf der Swiss PGA Tour im Links Leuk Golfresort geholt.)

Mathias Eggenberger war letzte Woche mit guten Erinnerungen im Gepäck nach Rom gereist. Die Alps Tour hatte bereits im vergangenen Oktober in Italiens Hauptstadt gastiert, das zweitletzte Turnier der letztjährigen Saison war ebenfalls im Golf Nazionale in Rom gespielt worden; «Eggi» hatte zwei Runden lang geführt, war dann aber noch auf Rang 2 zurückgefallen. Dennoch unbestritten, dass der Par-72-Parcours des Golf Nazionale dem Liechtensteiner liegt. Der Parkland Course, der mitten in der Ewigen Stadt liegt, ist leicht coupiert, mit altem Baumbestand versehen und 6462 Meter lang.

Start-Ziel-Sieg bei Winter Series
Beim mit 35’000 Euro dotierten Winter Series Golf Nazionale startete Mathias Eggenberger am Montagmorgen (21.3.2022) auf den Front Nine in die Runde; er musste zwar auf der 4 ein Bogey notieren, spielte dann aber 5 (fünf!) Birdies in Serie und lag zur Rundenhälfte bei 4 unter Par. Solide Back Nine mit acht Pars einem weiteren Birdie auf der 14 bedeuteten für den Liechtensteiner eine 5-unter-Par-Runde und damit die geteilte Führung nach Tag 1. «Es war heute morgen richtig kalt und der Platz spielte sich nicht so wie an normalen Tagen. Unglücklicherweise habe ich an der 4 einen Schlag liegen lassen – mein Drive landete im Fairwaybunker und ich schaffte es nicht, das Par zu retten. Angesichts der ungewohnten Umstände hier in Rom war’s für mich dennoch eine solide Runde und ich hoffe, ich kann dies in den kommenden Tagen wiederholen», so Eggenberger am Montagabend.

Dies gelang ihm in der zweiten Runde mit einer 71er-Karte (1 unter Par) ganz gut – und deutlich besser als dem Rest des Feldes. Eggenberger übernahm die alleinige Führung und wies vor der Finalrunde einen Vorsprung von zwei Schlägen auf die nächsten Verfolger auf. Per Telefon erklärte «Eggi» am Dienstagabend, warum sich der Platz in dieser Woche extrem schwierig spielte: «Die Nächte hier in Rom sind kalt, die Temperaturen liegen bei null Grad oder teilweise noch darunter, was es unmöglich macht, die Greens in der Nacht zu wässern. Entsprechend hart und schnell sind sie während des Turniers. In der zweiten Runde hatten wir eine 12 auf dem Stimp-Meter, was wirklich ‘brutal schnell’ ist – vor allem, da die Grüns im Golf Nazionale auch noch ziemlich onduliert sind.» Da zahlte es sich aus, dass Mathias Eggenberger am Sonntag mit seinem Coach Roberto Francioni telefoniert und eine Umstellung beim Putten vorgenommen hatte. «Ich hatte zuletzt etwas Mühe mit dem Grünlesen, habe es dann am Sonntagabend erstmals auf dem Putting-Green mit der AimPoint-Methode probiert, mich damit wohl gefühlt und diese auch im Turnier angewendet.»

Am Mittwochmorgen um 9.17 Uhr schlug Eggenberger im Leaderflight zur Finalrunde ab und startete gleich mit einem Birdie. «Ich war am Dienstagabend etwas nervös, bin dann aber sehr relaxed in die Runde gegangen», so der Schaaner. Zwei Bogeys auf den Bahnen 2 und 3 und ein fulminant startender Davey Porsius, sorgten dafür, dass «Eggi» zwischenzeitlich die Tabellenspitze teilen musste. Doch wirklich nur sehr kurzzeitig, denn Eggenberger fing sich auf der 6 mit dem zweiten Birdie des Tages wieder auf und spielte von da an sehr solide. «Ich fühlte mich auf dem Platz und vor allem auch auf den Grüns wohl.» Das zeigte sich auch im Score, Eggenberger spielte am Finaltag sieben Birdies, acht Pars und drei Bogeys – 4 unter Par für den Tag und damit ein unbestrittener Turniersieg. Dass er sich auf den Back Nine einen komfortablen Vorsprung erarbeitet hatte, realisierte Eggenberger erst vor dem letzten Putt, als sein Ball auf dem Par-5-Schlussloch mit zwei Schlägen am Grün und nach dem ersten Putt 1,5 Meter neben der Fahne lag. «Vor diesem Birdie-Putt habe ich erstmals auf das Leaderboard geschaut und beruhigt festgestellt, dass ich vier Schläge Vorsprung habe», erzählt er lachend. Der Putt aus kritischer Distanz ging rein, es waren am Ende somit gar 5 Schläge Vorsprung auf die Verfolger.

Der erste Sieg auf der Alps Tour bringt Eggenberger 5075 Euro Preisgeld und 4 Punkte in der Weltrangliste der Golfprofessionals ein. In der Order of Merit der Alps Tour verbessert sich der 30-Jährige auf Rang 9. In den ersten vier Saisonturnieren hatte Mathias Eggenberger beim Saisonstart mit einem siebten Rang aufgezeigt, danach aber dreimal den Cut verpasst. Um nun im Golf Nazionale in Rom als überragender Sieger zurückzukommen.

Alps Tour: Winter Series Golf Nazionale, Par 72, 35’000 Euro, Rom (Italien) – 1. Mathias Eggenberger (FL/SWI) 206 Schläge (67/71/68), 2. Davey Porsius (NED) und Tom Vaillant (FRAU/am) je 211 Schläge.

Order of Merit (nach 5 Turnieren):  1. Stefano Mazzoli (ITA) 12’076.5 Punkte; 9. Mathias Eggenberger (FL/SWI) 7721.36 Punkte.

Nächstes Turnier: 13.-15. April, Abruzzo Alps Open, Pescara (ITA), 40’000 Euro.