Vuelta: Majka triumphiert nach langer Soloflucht

Rafal Majka (Polen) bejubelt seinen Sieg auf der 15. Vuelta-Etappe. | Foto: Cor Vor

Eiking im Roten Trikot in
den Vuelta-Ruhetag

Rund 130 Kilometer fuhr er vor dem Feld, rund 90 davon allein. Der Pole war auf der 15. Etappe der Vuelta a Espana von Navalmoral de la Mata nach El Barraco nicht zu stoppen. Er distanzierte seinen ersten Verfolger Steven Kruijswijk nach 197 schweren Kilometern um 1:27 Minuten. Dritter wurde mit 2:19 Minuten Rückstand der Australier Chris Hamilton. Odd Christian Eiking behauptete souverän die Gesamtführung, weil die Favoriten vor dem Ruhetag nicht mehr attackierten.

Fast genau vier Jahre hatte Majka nicht mehr gewonnen. 2017 entschied er am 2. September die 14. Vuelta-Etappe für sich. “Es ist etwas Besonderes. Manchmal probiert man es und es klappt einfach nicht, in die Gruppe zu kommen. Aber heute habe ich es vom Start bis zum Ziel versucht. Ich habe auf niemanden gewartet. Ich wollte die Etappe unbedingt gewinnen“, so Majka nach seinem Parforceritt im Ziel-Interview, in dem er auch emotional wurde: “Besonders wollte ich es für meinen verstorbenen Vater und meine beiden Kinder schaffen. Und auch für das tolle Team, das UAE ist.

Eiking erneut souverän

Bei den Favoriten auf den Gesamtsieg setzte Adam Yates am letzten Anstieg zwei Attacken, von denen die letzten von seinen Kontrahenten nicht beantwortet wurde. Der Brite setzte sich kurz vor der Spitze des Puerto San Juan de Nava (3.Kat.) ab und rettete in der fünf Kilometer langen Abfahrt 15 Sekunden auf die anderen Favoriten ins Ziel.

Eiking geriet nie in Probleme und erreichte als Sechster das Ziel. “Ich war am Ende ziemlich erleichtert. Es war ein wirklich schwerer, langer Tag. Meine Mannschaft ist wirklich toll gefahren heute, ohne sie hätte ich das Trikot heute wohl nicht verteidigen können“, so der Norweger, der in der Gesamtwertung weiters 54 Sekunden vor Guillaume Martin liegt. Auf Rang drei folgt Titelverteidiger Primoz Roglic (+ 1:34 min.).