Vorarlberg setzt Impfungen mit AstraZeneca fort

Impfen ist die beste Waffe gegen das Corona-Virus.

Vorarlberger Ärztekammer begrüßt „klare Entscheidung“ ebenfalls – Impfaktion am Wochenende mit 6.600 Corona-Schutzimpfungen

 

VLK) – Mit dem grünen Licht der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) werden in Vorarlberg die Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff weiter fortgesetzt. Auch von der Vorarlberger Ärztekammer wird die „klare Entscheidung“ der Behörde ausdrücklich begrüßt. Für die anstehende Impfaktion am Wochenende steht damit Impfstoff für 6.600 Corona-Schutzimpfungen zur Verfügung, informiert Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher. 2.500 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger werden ihre Zweitimpfung erhalten. Impfstraßen sind in Dornbirn, Nenzing, Bezau und Hirschegg eingerichtet.

Der Sprecher der niedergelassenen Ärzte, Burkhard Walla, sieht den österreichischen Weg bestätigt. „Im Wesentlichen konnte die Europäische Arzneimittelbehörde damit transparent darstellen, dass der Impfstoff sehr sicher ist und dass kein generell erhöhtes Thromboserisiko nach einer Impfung mit diesem Impfstoff besteht. Eine sehr seltene Gerinnungsstörung, die in erster Linie die Blutplättchen betrifft und von der zuletzt vor allem in Deutschland berichtet wurde, wird weiter sehr intensiv beobachtet und beforscht.“ Walla hofft, dass damit auch medial klargestellt wird, in welcher Relation sich das Ganze bewegt. „Wer sich vor der Impfung fürchtet, fürchtet sich vor dem Falschen“. Bei Covid wären ausgeprägte Gerinnungsstörungen und Embolien häufig, „und zwar in einem sehr hohen Ausmaß“. Außerdem hätten Erkrankte ein relevantes Risiko zu versterben. Das habe auch die EMA sehr deutlich klargestellt. Die Nutzen-Risikoabwägung lasse zu, dass die Impfung weiterhin voll und ganz empfohlen werden kann.

Gesundheitslandesrätin Rüscher hofft, dass nach der jüngsten EMA-Entscheidung zur weiteren Verwendung des AstraZeneca-Impfstoffs die Verunsicherung, die es in der Bevölkerung gibt, wieder abnimmt. „Es ist die klare medizinische Aussage, die wir uns erwartet haben“, sagt die Gesundheitsreferentin. Klar sei: Das Risiko, schwer an Corona zu erkranken, sei größer als das einer Impf-Nebenwirkung, so Rüscher.

Impfaktion am Wochenende

Zur Impfaktion dieses Wochenende sind insbesondere Personen über 65 Jahren, priorisiert nach Alter und gesundheitlichen Risiken, sowie Hochrisikopatientinnen und -patienten eingeladen. Verimpft werden bis zu 5.000 Dosen mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer bzw. Moderna sowie rund 1.600 Dosen von AstraZeneca.