RR Eggenberger im Telefongespräch mit Norwegens Aussenministerin

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Bild: Regierungsrätin Katrin Eggenberger und die norwegische Aussenministerin Ine Eriksen Søreide bei der Unterzeichnung des Austrittsabkommens zwischen den EWR/EFTA-Staaten und dem Vereinigten Königreich am 28. Januar 2020 in London.

 

Vaduz – Schon seit längerem planten Regierungsrätin Katrin Eggenberger und die norwegische Aussenministerin Ine Eriksen Søreide ein gemeinsames Arbeitstreffen in Oslo. Aus aktuellem Anlass fand dies nun per Telefonkonferenz statt. Hauptthemen waren die aktuelle Corona-Krise, die Zusammenarbeit Liechtensteins und Norwegen im EWR, gemeinsame Prioritäten in internationalen Organisationen und wichtige Entwicklungen des Welthandels.

Norwegen gehört zu den wichtigsten aussenpolitischen Partnern Liechtensteins: Die enge Partnerschaft im Rahmen des EWR und der EFTA und gemeinsame Prioritäten in internationalen Organisationen stärken die bilaterale Zusammenarbeit der beiden Ländern auf verschiedenen Ebenen. Im Gespräch tauschten sich die Aussenministerinnen über den aktuellen Stand der Verhandlungen Norwegens, Islands und Liechtensteins mit dem Vereinigten Königreich aus. Sie unterstrichen das gemeinsame Ziel, mit UK ein mindestens gleichwertiges Handelsabkommen wie die EU erzielen zu wollen.

Die Initiativen und Prioritäten Liechtensteins und Norwegens im Bereich der internationalen Organisationen waren ein weiteres Thema der Telefonkonferenz.

Aktuell arbeiten beide Länder zusammen mit weiteren Partnern an einer UNO-Resolution, die die multilaterale Zusammenarbeit und Solidarität ins Zentrum der gemeinsamen Reaktion auf die Corona-Pandemie stellt. Gleichzeitig möchte Norwegen einen Hilfsfonds für jene Länder schaffen, deren Gesundheitssysteme durch Covid-19 an ihre Grenze stossen. Liechtenstein prüft zurzeit die Unterstützung verschiedener Appelle in diesem Zusammenhang. Weiter tauschten sich die Ministerinnen über die nationalen wirtschaftlichen Massnahmenpakete aus.

Schliesslich diskutierten Regierungsrätin Eggenberger und Ministerin Søreide aktuelle Fragen des Welthandels. Norwegen bemüht sich um ein Freihandelsabkommen mit China, für Liechtenstein ist der Warenhandel bereits über das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China abgedeckt.

Regierungsrätin Katrin Eggenberger zog ein positives Fazit: „Ich bin froh, dass ich mich trotz der abgesagten Reise nach Oslo mit Aussenministerin Søreide über aktuelle Themen austauschen konnte. Gerade in der aktuellen Situation sollten wir den Kontakt mit wichtigen bilateralen Partnern wie Norwegen aufrechterhalten und weiter intensivieren.“