Die Entwicklung des liechtensteinischen IPR

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46. Rechtsprechtag – Die Entwicklung des liechtensteinischen IPR unter dem Einfluss der österreichischen Rechtsprechung und des EU-Kollisionsrechts

Der Lehrstuhl für Gesellschafts‐, Stiftungs‐ und Trustrecht der Universität Liechtenstein veranstaltet am Dienstag, 19. Februar 2019, den 46. Rechtsprechtag zum Thema «Die Entwicklung des liechtensteinischen IPR   unter dem Einfluss der österreichischen   Rechtsprechung und des EU-Kollisionsrecht».

Die Anforderungen an Rechtsanwälte, Treuhänder, Wirtschaftsprüfer, Richter und Staatsanwälte, aber auch an juristische Mitarbeiter in der Wirtschaft und Verwaltung wachsen ständig. Daher ist die Auseinandersetzung mit aktueller einschlägiger Rechtsprechung für Praktiker im rechtlichen Arbeitsumfeld unerlässlich.

IPRG Liechtenstein und Österreich
Die fortschreitenden personellen und wirtschaftlichen Verflechtungen vor allem mit den Nachbarstaaten lassen auch in Liechtenstein die Zahl an grenzüberschreitenden Fällen weiter steigen. Welches nationale Recht zur Anwendung kommt ist in erster Linie nach dem IPRG (1996) zu bestimmen. Als Rezeptionsvorlage diente, mit kleineren Abweichungen, das österreichische IPRG, welches knapp 20 Jahre früher in Kraft getreten ist. Bei der Auslegung zentraler Bestimmungen des IPRG-FL wird daher auch die Rechtsprechung und Lehre zum IPRG-AT berücksichtigt, soweit dessen Bestimmungen dem liechtensteinischen Kollisionsrecht entsprechen. Aufgrund der um sich greifenden IPR-Vereinheitlichung durch EU-Instrumente stellt sich zudem die Frage, inwieweit auf österreichische Entscheidungen zu diesen Rom-Verordnungen Bezug genommen werden kann.

Platz für Diskurs und anregende Fragen
Der Referent Univ.‐Prof. Dr. Andreas Schwartze, LL.M. (EHI) ist ausgewiesener Experte auf dem Gebiet des internationalen Privatrechts. Ein Schwerpunkt des Vortrags wird auf den allgemeinen kollisionsrechtlichen Regelungen und dem Schuldrecht liegen. Das Familien- und Erbrecht sowie das Gesellschaftsrecht werden ebenfalls mit einbezogen. Der Vortrag wird durch eine Podiumsdiskussion unter der Leitung von Prof. Schurr, Lehrstuhlinhaber fürGesellschafts-, Stiftungs- und Trustrechtam Institut für Wirtschaftsrecht der Universität Liechtenstein, mit dem Referenten abgerundet. Die Teilnehmenden sind eingeladen, sich mit Fragen aus der eigenen Praxis an der Diskussion zu beteiligen. Die Veranstaltung findet ihren Abschluss bei einem Apéro zum Gedankenaustausch. 

Rechtsprechtag
Dienstag, 19. Februar 2019, 18.00–20.00 Uhr
Vaduz, Universität Liechtenstein, Auditorium
Anmeldeschluss: Dienstag, 12. Februar 2019
Informationen unter www.uni.li/rechtsprechtag