1.April 2018: Flandernrundfahrt mit beeindruckendem Peloton

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Greg Van Avermaet zählt zu den grossen Siegesanwärtern bei der Flandern-Rundfahrt am Sonntag. Er hat allerdings eine starke Konkurrenz.

„De Ronde“: Die Hochmesse des
flämischen Radsports

Wenn am 1. April zum 102. Mal der Startschuss zur Flandernrundfahrt erklingt, steht ganz Belgien Kopf. Nachdem im April 2017 »Vlaanderens mooiste« mit einem Sieg des Belgiers Philippe Gilbert geendet ist, freut sich das radsportverrückte Volk bereits auf die nächste Auflage. Vielleicht gewinnt diesmal wieder ein Belgier das mehr als 250 Kilometer lange Rennen, vielleicht winkt diesmal Göttin Fortuna dem BMC-Fahrer Greg Van Avermaet zu, ein exzellenter Spezialist für solche Klassiker.

Nach sechs Jahren Abwesenheit führte die Flandernrundfahrt schon im letzten Jahr endlich wieder über die gefürchtete Muur van Gerardsbergen. Der Anstieg ist etwas mehr als einen Kilometer lang, bis zu 20 Prozent steil – und als wäre das nicht genug, führt er zum Teil über Kopfsteinpflaster. Des Weiteren sind 18 Hellinge («Hügel») zu bewältigen, bei denen der Paterberg mit max. 20,3% Steigung gefürchtet ist.

Die Organisatoren rechnen mit einem enormen Publikumsandrang, dem sie durch die Errichtung eines temporären Fan-Dorfes begegnen. Der Startschuss für die „Ronde“ fällt auch in diesem Jahr nicht in Brügge, sondern zum zweiten Mal auf dem Grote Markt in Antwerpen, wo er auch die kommenden drei Jahre fallen wird.

Starkes Fahrerfeld

Die Flandernrundfahrt zählt zu den härtesten Eintagesrennen der Welt und nur die besten Klassikerfahrer können gewinnen. In diesem Jahr fällt der Siegertip besonders schwer, denn die Favoriten scheinen auf ein und demselben Leistungsniveau zu liegen. Das Quick-Step-Team und das BMC-Team haben sehr gute Karten. Bei Quick-Step sind gleich mehrere starke Fahrer auf der Agenda. Allen voran der Vorjahressieger Philippe Gilbert. Aber auch Greg Van Avermaet, Peter Sagan, Sep Vanmarcke, Yves Lampaert, Zdenek Stybar und Niki Terpstra zählen ebenfalls zum Favoritenkreis.

BMC: Van Avermaet einer der grossen Favoriten

So stand Van Avermaet vom BMC-Team bei der Flandern-Rundfahrt dreimal auf dem Treppchen, gewonnen hat der Belgier die «Ronde» allerdings noch nie. Dieses Jahr will er erneut angreifen und zählt auf die Unterstützung seines starken Teams, dem auch der Schweizer Stefan Küng angehört. In einem Interview äusserte sich der Olympiasieger Van Avermaet: «Von allen Klassikern liegt mir die Tour of Flandern eigentlich am besten. Und so hoffe ich, dass am Sonntag «alles rund läuft. Ich hoffe, ich erwische einen guten Tag, habe das nötige Quäntchen Glück und die Beine. Auch hoffe ich, dass es dieses Jahr mein Jahr ist».

 

Favoriten (1-5 Sterne) 

***** Peter Sagan, Sep Vanmarcke
 **** Greg van Avermaet, Tiesj Benoot, Philippe Gilbert
 *** Oliver Naesen, Zdenek Stybar, Gianni Moscon
 ** Niki Terpstra, Jasper Stuyven
 * Yves Lampaert, Wout van Aert, Alexander Kristoff, Edvald Boasson Hagen

 

Tour of Flanders (1 April, 2018)

BMC-Aufgebot: Alberto Bettiol (ITA), Jempy Drucker (LUX), Stefan Küng (SUI), Jürgen Roelandts (BEL), Michael Schär (SUI), Greg Van Avermaet (BEL), Francisco Ventoso (ESP). Sports Directors: Fabio Baldato (ITA), Klaas Lodewyck (BEL

 

Die Hellinge

1. Oude Kwaremont 2200m -Ø 4% – Max. 11,6%  
2. Kortekeer 1.000m -Ø 6,4% – Max. 17%,  
3. Eikenberg 1.500m – Ø 4,2% – Max. 7%  
4. Wolvenberg 645m – Ø 7,9% – Max. 17,3%  
5. Leberg 950m -Ø 4,2% – Max 13,8%  
6. Berendries 940m -Ø 7% – Max. 12,3%  
7. Tenbosse 450m -Ø 6,9% – Max. 8,7%  
8. Muur van Geraardsbergen 475m – Ø 9,3% – Max. 19,8%  
9. Pottelberg 1.353 m -Ø 6,5 % – Max. 7,5 %  
10. Kanarieberg 1000m -Ø 7,7% – Max. 14%  
11. Oude Kwaremont – 2200m -Ø 4% – Max. 11,6%  
12. Paterberg 360m – Ø 12,9% – Max. 20,3%  
13. Koppenberg 600m -Ø 11,6 % – Max. 22 %  
14. Steenbeekdries 700m -Ø 5,3% – Max. 6,7%  
15. Taaienberg 530m -Ø 6,6% – Max. 15,8%  
16. Kruisberg 2500m -Ø 5% – Max. 9% –  
17. Oude Kwaremont – 2200m -Ø 4% – Max. 11,6%  
18. Paterberg Ø 12,9% – Max. 20,3%  

 

 

 

 

 

 

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