Schulleitungen über Liechtensteiner Lehrplan informiert

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Bildungsministerin Dominique Gantenbein besuchte die Lehrertagung und unterstrich die Bedeutung der Erarbeitung und Einführung des neuen Liechtensteiner Lehrplans.

 

 Vaduz – Die Schulleiterinnen – und Schulleitertagung vom Freitag, 15. September 2017, in Vaduz stand ganz im Zeichen des neuen Liechtensteiner Lehrplans „LiLe“. Dabei wurden die Teilnehmenden einerseits auf den anstehenden Veränderungsprozess vorbereitet, andererseits über das Vorgehen der Arbeitsgruppe informiert.

Aufgrund der Aktualität des Themas legte das Schulamt an der letzten Schulleitertagung grosses Gewicht auf den neuen Liechtensteiner Lehrplan. Dieser wird laut Regierungsbeschluss von Dezember 2016 auf der Basis des Lehrplans 21 der Deutschschweizer Kantone erarbeitet. „Die Erarbeitung und Einführung des neuen Liechtensteiner Lehrplans ist eines der wichtigen, aktuellen Projekte im Bildungsbereich und fordert das Zusammenwirken verschiedener Akteure. Die Schulleitungen nehmen dabei eine wichtige Funktion wahr“, so Bildungsministerin Dominique Gantenbein, anlässlich ihres Besuches an der Tagung. In einem ersten Informationsblock ging es darum, die Schulleiterinnen und -leiter in der Einführung des Lehrplans an ihren Schulen zu unterstützen. Hierfür arbeiteten die Fachexperten Frank Brückel und Luzia Annen von der Pädagogischen Hochschule Zürich gemeinsam mit den Anwesenden an der Frage, wie Veränderungsprozesse sinnvoll initiiert und implementiert werden können.

Lehrplan als Ganzes sehen

In einem zweiten Block informierte das Schulamt die Anwesenden über das Vorgehen der Projektgruppe. „Es ist unser Ziel, die Abweichungen zum Lehrplan 21 der D-EDK so gering als möglich zu halten“, betonte Schulamtsleiter Arnold Kind. „Anpassungen werden nur vorgenommen, wenn sie wirklich notwendig sind und Fachbereiche betreffen, in welchen den spezifischen Gegebenheiten des Landes Rechnung getragen werden muss.“ Ein Aspekt, der bei den Anpassungen berücksichtigt werden muss, ist die zur Schweiz abweichende Schulstruktur mit fünf Jahren Primarschuldauer, die in Liechtenstein unverändert bleibt.

Wie der Lehrplan 21 gilt auch der Liechtensteiner Lehrplan für elf Schuljahre und zeigt den Lernweg über drei Zyklen vom Kindergarten bis zum Ende der Sekundarstufe I auf. „In erster Linie zählt, dass unsere Schülerinnen und Schüler nach der obligatorischen Schulzeit auf dem gleichen Wissensstand sind und die gleichen Kompetenzen aufweisen wie die Schüler aus der Schweiz, um die Anschlüsse sicher zu stellen“, so Arnold Kind.

Erarbeitung bis Sommer 2018

Die Arbeitsgruppe wird die Inhalte des neuen Liechtensteiner Lehrplans in drei Blockwochen mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten erarbeiten. Dabei wird den Interessensgruppen immer wieder die Möglichkeit geboten, Rückmeldungen und Anregungen anzubringen. Bis im Juli 2018 soll ein Entwurf vorliegen, der auf breiter Ebene abgestützt ist.

Abschluss der Tagung mit allen Mitarbeitenden in der Schulleitung und der Schulsekretariate

Im letzten Teil der Tagung begrüsste die Schulamtsleitung insbesondere die neuen Mitarbeitenden in der Schulleitung und den Schulsekretariaten und verabschiedete die in Pension gehenden oder die Funktion abgebenden Mitarbeitenden. Ausserdem gratulierte die Amtsleitung allen, welche ein Dienstjubiläum feiern können. (Arnold Kind)

 

 

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