OKP: Bruttokosten stiegen 2016 um 2.0 Prozent

0
255
Thomas Hasler, Geschäftsführer des Liechtensteinischen Krankenkassenverbandes. (LKV).

 

Stärkste Kostensteigerung bei den Spitälern

Die Kosten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung sind im Jahr 2016 um 2.0% gestiegen. Verantwortlich für die unterdurchschnittliche Kostenentwicklung sind unter anderem die Korrekturen in verschiedenen Tarifwerken. Dies teilte der Krankenkassenverband (LKV) in einer Medienaussendung mit.

Gesamtkosten um 2.0% gestiegen – Nominal stärkste Erhöhung bei Spitalkosten

Die Gesamtkosten steigen von CHF 167.3 Mio. auf CHF 170.6. Mio. um CHF 3.3 Mio. Am stärksten ist die Kostensteigerung im Bereich Spitäler. Hier stiegen die Kosten von CHF 61.9 Mio. auf CHF 66.2 Mio. um rund CHF 4.3 Mio., während die Kosten in anderen Bereichen rückläufig sind. Im Jahr 2016 und 2017 sind in der Region weitere Spitäler eröffnet worden (bspw. Medicnova Privatklinik AG, Bendern oder Klinik Gut, Fläsch etc.). So erfreulich diese Entwicklung mit Blick auf Arbeitsplätze und Standortattraktivität der Region ist, muss auf der anderen Seite aufgrund des damit erhöhten Angebots auch in Zukunft mit steigenden Spitalkosten und Prämien gerechnet werden.

Tarifliche Massnahmen zeigen Wirkung

In den Bereichen Physiotherapie, Arztleistungen, Laborleistungen sind die Bruttoleistungen rückläufig oder stagnieren ungefähr. In all diesen Bereichen konnten Tarifsenkungen verhandelt werden, oder die Regierung hat in den letzten Jahren tiefere Tarife hoheitlich festgesetzt. Tarifsenkungen haben allerdings nur einen Einmaleffekt. Zur langfristigen Sicherung der Finanzierbarkeit unserer Gesundheitsversorgung sind sie ungeeignet.

Demographische Entwicklung sichtbar – Kosten der Pflege steigen

Die Bruttokosten der Pflegeheime und Familienhilfe (Spitex) sind gestiegen. Im Bei den Pflegeheimen sind die Kosten moderat gestiegen (+0.7%). Im Bereich der Familienhilfen (Spitex) ist die Steigerung deutlicher. Allerdings ist dazu zu sagen, dass die Tarife im Bereich der Familienhilfen auf das Jahr 2016 erhöht wurden. Diesen Schritt haben die Familienhilfen und Krankenversicherer gemeinsam eingeleitet, um schrittweise bis 2018 das Tarifniveau der angrenzenden Kantone der Schweiz zu erreichen. Die Familienhilfeorganisationen sind enorm

wichtig für die Versicherten. Sie werden geschätzt und geniessen hohes Vertrauen. Die Anhebung der Tarife auf das Niveau der angrenzenden Kantone ist deshalb fair und richtig.

Weitere Erkenntnisse aus den Kostendaten 2016 im März erwartet

Der LKV wird im Laufe der Monate Februar und März weitere Auswertungen der Daten 2016 vornehmen und die Öffentlichkeit im März über die Erkenntnisse informieren.

LKV schafft Transparenz über die Kostenentwicklung – monatliche Daten auf www.lkv.li

Der LKV veröffentlicht die Kostenentwicklung in der OKP seit Anfang des Jahres 2016 monatlich auf der Homepage unter www.lkv.li. Aktuell sind dort die Daten per 31.12.2016 aufgeschaltet.

 

 

 

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT