Landtagswahlen 2017: FBP kann weiter regieren – Klar stärkste Kraft

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Grosse Freude im Lager der siegreichen FBP. Mitte Regierungschef Adrian Hasler, der sich sichtlich über den Ausgang freut. Bild: Paul Trummer

 

Opposition legt zu – VU mit leichtem Gewinn

Dass die Fortschrittliche Bürgerpartei stimmen-und mandatsstärkste Partei bleiben wird, hat man im Vorfeld zur Landtagswahl 2013 ganz anders gehört. Es war die Rede von Abstrafen und erdrutschähnlichen Verlusten, die die Partie aufgrund der harten Haltung während vier Jahren im Spannungsbereich der Ärzteschaft und im Finanzbereich hinzunehmen hatte.

Die Partei verlor zwar 4,8 Prozentpunkte an Wählerstimmen, blieb aber deutlich mit 2‘931 Parteistimmen mehr als die VU, stimmenstärkste Kraft und stellt mit Adrian Hasler, der seine ersten vier Jahre hervorragend meisterte, weiterhin den Regierungschef.

Insgesamt kommt die FBP mit 35,2 % auf 9 Mandate. Die VU kann mit 33.7 % (+0.2%) ihre bisherigen 8 Sitze verteidigen, wobei die DU als einzige Partei mit 18,4 % (Zugewinn von 3,1%) ein Mandat dazugewinnen kann. Die Freie Liste holt total 12,6 % (Zugewinn von 1,5%) und behält drei Mandate.

Die Stimmbeteiligung lag bei 77,8 Prozent

Grosse Koalition die möglichste Form

In der sog. Elefantenrunde bekräftigte Regierungschef Adrian Hasler, dass er das Gespräch zuallererst mit dem bisherigen Koalitionspartner VU suchen werde. Wir haben in den letzten vier Jahren sehr gut zusammen gearbeitet und er möchte diese Zusammenarbeit möglichst fortsetzen, bekräftige der alte und neue Regierungschef. Dass die VU als Juniorpartner in die neue Regierung eintritt, ist laut den Worten der Anwesenden im Landtagssaal eigentlich klar. Das bekräftigte auch nochmals Parteipräsident Günther Fritz. Das Wahlziel hätte die VU  nicht erreicht, sie werde aber in die Gespräche mit der FBP eintreten.

Die Frage von Moderator Martin Frommelt an die Adresse von Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer, ob er als Vize zur Verfügung stünde, beantwortete dieser etwas ausweichend. Er sagte, dass zuerst Gespräche innerhalb der Partei und mit der Familie geführt werden müssen. Die VU habe nicht das zulegen können, was sie als Wahlziel herausgegeben hätte, der Zuwachs an Prozenten und Stimmen sei sehr gering. Die Gremien würden jetzt darüber befinden.

DU-Chef Harry Quaderer freute sich über das sehr gute Abschneiden seiner Partei, die total mehr als 3 Prozentpunkte zugenommen hat, das sind total 18,4 % und ein Mandat mehr. Wegen einer Koalition sei nicht die DU jetzt gefragt, sondern die FBP als stimmen-und mandatsstärkste Partei. Man werde im Gremium über alle Möglichkeiten reden, sagte der wiedergewählte Du-Abg. Erich Hasler.

Auch die Freie Liste (Pepo Frick und Dr. med. Ecki Hermann) zeigten sich erfreut über das Ergebnis der FL. Man hätte der FL andere Szenarien vor der Wahl vorgespielt, so dass der Zugewinn von 1,5% auf total 12,6% Wähleranteil sehr zufrieden mache, sagte Parteipräsident Pepo Frick. (Herbert Oehri, Lie-zeit)

 

 

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