Medicnova Privatklinik AG nimmt nach zweieinhalb Jahren Bauzeit am Montag den Betrieb auf

«Fünf Jahre lang wurde auf den heutigen Tag hin gearbeitet»

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Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit wird die Medicnova Privatklinik AG am Freitagabend, den 13. Januar, feierlich eröffnet. Am Montag nimmt die Klinik für Akutsomatik ihren Betrieb auf. Von den ersten Ideen bis zur Fertigstellung der modernen Operationsklinik dauerte es fünf Jahre. In dieser Zeit wurden insgesamt rund 50 Mio. Franken in das Projekt investiert. Mit den neuen Fachbereichen Gefässerkrankungen und Kardiologie werden für Liechtenstein neue Gesundheitsdienstleistungen angeboten.

«Fünf Jahre lang wurde auf den heutigen Tag hin gearbeitet», sagte Verwaltungsratsmitglied Dr. Hansjörg Marxer an der heutigen Medienorientierung im Vorfeld der feierlichen Eröffnung der Medicnova Privatklinik: «Heute schliessen wir mit grosser Freude das Kapitel Klinikbau ab, um am Montag ebenso freudig das Kapitel Klinikbetrieb aufzuschlagen!»

Das Projekt einer Belegarztklinik für Akutsomatik mit bester medizinischer Versorgung und hochstehendem Service nahm im Jahr 2012 Fahrt auf: «Wir acht Initianten wollten unsere Arbeitsumgebung mitgestalten und strategische und unternehmerische Verantwortung übernehmen», erklärte Dr. Wolfgang Mayer an der Medienorientierung in der Klinik heute Vormittag. Dr. Mayer gehört zu den acht Projektinitianten. Ihre Vision lässt sich folgendermassen zusammenfassen: Hochstehende medizinische Leistungen, optimale Arbeitsbedingungen sowie individuelle und zuvorkommende Betreuung der Patientinnen und Patienten.

 

 

Optimale Erweiterung des Wirtschaftsstandortes der Gemeinde
Das Klinikgebäude wurde auf einem Baurechtsgrundstück der Gemeinde Gamprin-Bendern errichtet und ist mit dem Anschluss an die A13 auf der Schweizer Seite des Rheintals verkehrstechnisch sehr günstig gelegen. «Wir wurden von Anfang an von der Gemeinde mit offenen Armen empfangen und wohlwollend unterstützt», so Dr. Mayer. Er bedankte für sich im Namen der Klinik bei den Gemeindebehörden, welche durch Gemeindevorsteher Donath Oehri an der Medienorientierung vertreten waren.

 

Von links: Vorsteher Donath Oehri, Dr. med Wolfgang Mayer, Dr. Hansjörg Marxer, Dr. med Rolf Risch

 

Wir von der Gemeinde gratulieren
den Klinikbetreibern zum Erreichten
und freuen uns für sie …

Gemeindevorsteher Donath Oehri strich heraus, dass die Klinik eine optimale Erweiterung des Wirtschaftssstandortes der Gemeinde sei, welche wertschöpfungsstarke und innovative Dienstleistungsbetriebe bevorzuge. «Wir von der Gemeinde gratulieren den Klinikbetreibern zum Erreichten und freuen uns für sie, dass ab kommender Woche nicht mehr die Handwerker sondern die Patienten hier ein und aus gehen. Wir hoffen und sind sicher, die Patienten werden die Gemeinde Gamprin-Bendern immer in guter Erinnerung haben, als den Ort, wo ihr Leiden gelindert wurde.»

Wertschöpfung für Liechtenstein
«Mit der Medicnova Privatklinik erhöhen wir den Selbstversorgungsgrad im Gesundheitsbereich, tragen zur Wertschöpfung bei und bieten qualifizierte Arbeitsplätze an», so Dr Rolf Risch anlässlich der Medienorientierung. Er ist ebenfalls Initiant der Klinik.

In der hochmodernen Belegarztklinik mit den 23 Zimmern in gehobenem Standard werden Patientinnen und Patienten in den Fachbereichen Gefässerkrankungen, Kardiologie, orthopädische Chirurgie und Traumatologie, plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie sowie Urologie behandelt. Betreut werden die Patienten von einem 40-köpfigen Team unter der Leitung von Klinikdirektorin Anita Basu. Zur Betriebsaufnahme werden ein Dutzend Belegärzte bei Medicnova tätig sein.

Wohnortnahe Behandlungsmöglichkeiten
Neue Gesundheitsdienstleistungen für Liechtenstein sind der Fachbereich Gefässerkrankungen und die Kardiologie. Im Fachbereich Gefässerkrankungen unter der Leitung von Dr. Rainer de Meijer arbeiten Spezialisten verschiedener Disziplinen zusammen, um hartnäckige Gefässerkrankungen nachhaltig behandeln zu können. «Für Patientinnen und Patienten, welche wegen Gefässproblemen schlecht zu Fuss sind, ist es eine grosse Erleichterung, wenn sie sich hier im Land behandeln lassen können und keine Reisestrapazen auf sich nehmen müssen», sagte Dr. Rolf Risch.

 

 

 

Der Fachbereich Kardiologie wird von Dr. Werner Benzer aus Feldkirch und Dr. Johannes Jehle aus Vaduz geleitet. Neben der Behandlung von akuten Herzerkrankungen setzt Medicnova einen Schwerpunkt bei der Rehabilitation. «Sie gehört zur erfolgreichen Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zwingend dazu», wie Dr. Rolf Risch an der Medienorientierung erklärte. Die Reha unterstützt Patientinnen und Patienten beim Abbau ihrer kardiovaskulären Risikofaktoren. «Das Behandlungskonzept unserer Kardiologen setzt auf ambulante Reha für Patienten aus der Region, welche dadurch die Möglichkeit haben, ihren Alltagstätigkeiten nachzugehen. Und die Krankenkasse wird dank der ambulanten Reha um die Hälfte entlastet!», so Dr. Risch.

Bei Medicnova sind alle Patientinnen
und Patienten willkommen

Privat initiiert, privat finanziert, privat geführt 
«Bei Medicnova sind alle Patientinnen und Patienten willkommen», so Klinik-Verwaltungsrat Hansjörg Marxer. Denn Privatklinik bedeute lediglich, dass die Klinik privat initiiert und privat finanziert wurde und privat geführt wird. Bislang verfügt Medicnova über keine sogenannte OKP-Zulassung, weshalb zur Betriebsaufnahme im Januar 2017 nur zusatzversicherte Patienten (Freie Spitalwahl, Halbprivat, Privat) stationär in der Medicnova Privatklinik AG behandelt werden können.

Medicnova hat bei der Liechtensteinischen Regierung Anträge auf OKP-Zulassung für die in Liechtenstein neuen Bereiche Gefässerkrankungen und Herz-Reha eingereicht. «Wir möchten, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner in Liechtenstein von diesen neuen und für das Land einmaligen Dienstleistungen profitieren können», so Medicnova-Verwaltungsratsmitglied Dr. Hansjörg Marxer: «Die Anträge haben wir vor mehr als einem Jahr eingereicht. Die Regierung hat sich immer noch nicht dazu geäussert».

 

Zahlen und Fakten

Investitionsvolumen Bau
Rund 35 Mio. Franken

Investitionsvolumen Betriebsgesellschaft
Rund 15 Mio. Franken

Planungsaufwand Klinikgebäude
50’000 Arbeitsstunden

Beauftragte Unternehmen
200

davon medizintechnische Spezialisten
50

Anzahl Patientenzimmer
23 Zimmer mit ca. 33. Betten (je nach Belegung)

Gebäudemasse
56 m lang, 25 m breit, 20 m hoch

Kubatur/Fläche
35’000 m3 / 5850m2

Anzahl Arbeitsplätze
40 (im Vollbetrieb rund 50)


Geschossaufteilung

  • Untergeschoss
  • Parkgarage, Technikräume, Lager und Werkstatt.
  • Erdgeschoss
  • 4 m Raumhöhe. Untersuchungs- und Behandlungsräume, Labor, Büros, Cafeteria und Mehrzweckraum.
  • 1. OG
  • 4 m Raumhöhe. Zwei Operationsräume, ein Operationsraum nicht ausgebaut, Vorbereitungs- und Nebenräumen, Schleusen zu den Reinräumen, Aufwachzone, Endoskopie, Anästhesie, Behandlungsräume.
  • 2. OG
  • 22 Einzel- und Doppelzimmer sowie 1 Suite für stationäre Patienten.
  • 3. OG
  • Platzreserve. Ausführung als Rohbau.
  • 4. OG
  • Technikräume: Klimatisierung, Belüftung und Luftfilterung der Operationssäle etc.

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