Alpiner Schutzwaldpreis Helvetia für Liechtenstein

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Schutzwaldpreis für Liechtenstein: Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer (in Vertretung von Regierungsrätin Marlies Amann-Marxer), die Vertreter des Amts für Umwelt Patrick Insinna, Olav Beck und Olivier Nägele sowie Jurymitglied Alpiner Schutzwaldpreis Helvetia, Anton Mattle, Bürgermeister von Galtür. Bild: ikr

Mit Sonderpreis gewürdigt

Vaduz –  Bei der elften Verleihung des Alpinen Schutzwaldpreises Helvetia wurden am Freitag, 20. Januar 2017, in Vandans im Montafon 11 Projekte in drei Kategorien ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung von beispielhaften Projekten im Alpenraum wird die Öffentlichkeit für das Thema der Schutzwaldthematik sensibilisiert.

Die Erhaltung und Verbesserung des Schutzwaldes hat im Alpenraum eine immens wichtige volkswirtschaftliche Bedeutung. Nur dank der Schutzwälder können Menschen in vielen Gebieten der Alpen überhaupt wohnen und wirtschaften. Das Projekt „Integrale Berggebietssanierung“ aus Liechtenstein wurde mit dem Sonderpreis gewürdigt. Dieser Preis wird jedes Jahr an ein herausragendes Projekt vergeben, das sich durch besondere Weitsicht und nachhaltige Wirkung auszeichnet.

Die Schutzwälder des Liechtensteiner Berggebietes waren in den 1960er Jahren vielerorts in einem desolaten Zustand. Als Folge häuften sich Abgänge von Lawinen und Erosionserscheinungen. Die Integrale Berggebietssanierung bezweckt die nachhaltige Entwicklung des Liechtensteiner Alpenraums. Unter Berücksichtigung und Koordination der Interessen aller Grundeigentümer und Landschaftsnutzer werden vom Land innerhalb eines festgelegten Perimeters (6’290 ha) Projekte in den Bereichen Alpwirtschaft, Naturgefahren, Freizeit und Erholung, Siedlungsentwicklung sowie der Waldwirtschaft gefördert. Durch eine Vielzahl von forstlichen Teilprojekten, wie Wiederbewaldungen oder Stabilitäts- und Verjüngungsförderungen, konnten an verschiedenen Orten die Schutzleistungen des Waldes erheblich erhöht werden. Fünf Jahrzehnte nach dem Start der Berggebietssanierung, dürfen die Projektverantwortlichen eine äußerst positive Zwischenbilanz ziehen.

Dies, obwohl die Schutzwaldsanierung längst nicht abgeschlossen ist, sondern weiterhin immense Anstrengungen nötig sein werden. Das Ziel dieser Bemühungen ist die Sicherung der Bevölkerung und ihrer Lebensgrundlagen vor Naturgefahren wie Steinschlag, Rutschungen, Bodenerosion und Lawinen.(Stefan Jäger)

 

 

 

 

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