Liechtensteins Fussball-Nationalteam schlug sich gegen Italien recht gut

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Liechtenstein hat hier gerade das 0:3 durch Andrea Candreva erhalten. Die Körpersprache verrät alles. Bild: Jürgen Posch
Mehr als 0:4 für Italien lag nicht drin

Liechtensteins Nationalmannschaft, bei der doch einige Stammspieler fehlten, darf mit der 0:4 (0:4)-Niederlage zufrieden sein. Gegen den vierfachen Weltmeister Italien ist dieses Resultat des Fussballzwerges Liechtenstein ein sicherlich gutes  Resultat. Besonders, wenn man die Fehler in der ersten Halbzeit mit ins Kalkül zieht.

Die einheimischen Spieler hatten kaum Zugriff auf den Gegner in dessen Spiel. Italien fand immer wieder die Lücke oder hatte auf jede Situation eine meist gute Antwort. Liechtenstein fand einfach nicht ins Spiel, weil der Gegner in allem besser war. Das muss man so anerkennen und es ist auch keine Schande. 0:4 stand es bereits zur Halbzeit. Ein aus Sicht der Liechtensteiner „gnädiges“ Resultat. Denn der beste Liechtensteiner, Goali Peter Jehle, wehrte zudem noch einige hochkarätige Chancen der Italiener ab, sonst wäre das Halbzeitresultat deutlich höher ausgefallen.

Im zweiten Abschnitt schalteten die Italiener mindestens einen Gang zurück, so dass diese zweiten 45 Minuten 0:0 endeten. Aber auch die Liechtenstein-Spieler standen jetzt geschickter, deckten besser und kamen zur einen oder anderen Konterchance. Auf der anderen Seite vergaben Immobile und Belotti gute Chancen. Mehr lag nicht drin.

Zum Spielbericht:

Das erste fussballerische Aufeinandertreffen zwischen Liechtenstein und Italien endete ohne Überraschung. Die Squadra Azzura besiegte das Heimteam verdient mit 0:4 Toren und geriet dabei zu keiner Zeit in Verlegenheit.

Im Spiel zwischen dem vierfachen Weltmeister Italien und Aussenseiter Liechtenstein waren nur etwas mehr als zehn Minuten gespielt, da war die Partie nach einem Doppelschlag der Italiener praktisch schon entschieden. Italien brauchte nur wenige Minuten, um sich auf den Gegner einzustellen und kombinierte danach geschickt durch die Reihen der Liechtensteiner. Diesen gelang es nach einem guten Start schon bald nicht mehr, die Lauf- und Passwege der Gäste einzuschränken. Die logische Folge waren zwei weitere Tore bis zur Halbzeit.

Schon im ersten Spielabschnitt stellte Nationaltrainer Rene Pauritsch auf Grund des grossen Drucks der Italiener das System um, doch erst nachdem sich sein Team in der Halbzeitpause sammeln konnte, zeigten die Massnahmen ihre Wirkung. Italien hatte zwar weiterhin das Heft sicher in der Hand, doch die Liechtensteiner gingen jetzt resoluter in die Zweikämpfe, standen hinten besser und hatten mehr Ballbesitz für gelegentliche Entlastung. Mit den torlosen zweiten 45 Minuten darf Liechtenstein sicher zufrieden sein.

In den anderen Partien der Qualifikationsgruppe G gewann Spanien zu Hause gegen Mazedonien ebenfalls mit 4:0, Israel besiegte Albanien auswärts mit 0:3.

 

Telegramm

Liechtenstein – Italien 0:4 (0:4)

Stadion: Rheinparkstadion Vaduz Zuschauer: 5864 Schiedsrichter: Ivan Bebek (KRO) Liechtenstein: Jehle, Rechsteiner, Polverino, Kaufmann, Oehri, Wieser, Christen, Martin Büchel, Marcel Büchel, Burgmeier, Salanovic Italien: Buffon, Zappacosta, Bonucci, Romagnoli, De Sciglio, Verratti, De Rossi, Candreva (74.Eder), Immobile (81.Zaza), Belotti, Bonaventura (67. Insigne). Tore: 11.min. 0:1 Belotti, 12. min. Immobile 0:2, 32.min. Candreva 0:3, 44.min. Belotti 0:4.

 

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