FBP Landesvorstand fasst Ja-Parole

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Für Regierungsrat Mauro Pedrazzini überwiegen bei der Initiative die Vorteile. (Foto: M. Zanghellini)
"Familie und Beruf¨": Initiative der Wirtschafskammer gutgeheissen

Der FBP-Landesausschuss befasste sich am Donnerstag Abend mit der Initiative „Familie und Beruf“, die von der Gewerbe-und Wirtschaftskammer Liechtenstein lanciert wurde. Nach eingehenden Diskussionen fasst der Landesausschuss mit einer Zweidrittelsmehrheit die JA-Parole und empfiehlt den Stimmbürgern am 18. September mit JA zu stimmen.

Nach einer kurzen Einleitung durch Regierungsrat  Mauro Pedrazzini wurde die Initiative ausführlich diskutiert. Verschiedene Mitglieder des Landesvorstands bemängelten die Tatsache, dass das Modell „Familie und Beruf“ einmal mehr aussen vor bleibt. „Eine Verbesserung für Frauen, die sich dazu entscheiden, sich ganz auf die Kindeserziehung zu konzentrieren, lässt weiterhin auf sich warten. Das ist sehr schade.“, wie ein Mitglied des Landesvorstands ausführte. Aus der Optik der Wirtschaftskammer sei dies aber nachvollziehbar und legitim, wie Pedrazzini ausführt. Den Initianten gehe es naturgemäss um jene Frauen, die sich in einem Arbeitsverhältnis befinden.

Grundsätzlich wurde die Initiative aber mehrheitlich begrüsst. Es sei zwar nicht das Gelbe vom Ei, so der einhellige Tenor der Befürworter, dennoch sei ein Schritt in die richtige Richtung besser als stehen zu bleiben. Zudem wird vor allem im Bereich der KITA-Finanzierung eine baldige Lösung benötigt, um den heute bestehenden Engpässen zu begegnen und die Ungleichbehandlungen der verschiedenen Einrichtungen zu beseitigen.

Aus den Voten wurde deutlich, dass der Kita-Teil der Initiative auf breite Akzeptanz stösst. Derjenige Teil, der sich mit der Finanzierung der Taggeldversicherung befasst, wurde von vielen als eher kritisch betrachtet. Wie auch Mauro Pedrazzini ausführte, würden bei Annahme der Initiative die heute hohen Reserven der FAK abgebaut. Er versprach jedoch, bei Annahme der Initiative dem Landtag einen Gesetzesentwurf vorzulegen, gemäss dem nicht die Staatskasse einschiessen muss, wenn die Reserven aufgebraucht sind, sondern dass in diesem Fall die Beiträge der Arbeitgeber erhöht werden.

Nach Abwägung der Argumente überwogen für die Mehrheit der Mitglieder des FBP-Landesvorstand die Vorteile der Initiative. In der durchgeführten Abstimmung sprach sich eine Zweidrittelmehrheit für eine Ja-Parole aus. Somit empfiehlt die FBP am 18. September 2016 ein Ja in die Urne zu legen und damit einen Schritt in Richtung besserer Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu machen. (FBP).

 

 

 

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