Die Briten sagen der EU Bye,Bye

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Grossbritannien hat mit dem Referendum die EU verlassen. Welche Auswirkungen hat der BREXIT. Dieser Frage ist Peter Goller, Chefökonom der LLB-Gruppe nachgegangen.

 

Der Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union steht fest. Die Folge dieses „Brexit“, für den rund 1 Million Briten mehr gestimmt haben als Befürworter, wird noch nicht ungeahnte Folgen für das Königreich selbst, für die Schweiz (und demzufolge auch für Liechtenstein) und die übrige EU haben.

Die Befürworter eines Brexit lagen am Freitagmorgen nach Auszählung fast aller Stimmen uneinholbar vorn, wie der britische Sender berichtete. Nach Auszählung von 374 der 382 Wahlkreise gab es 16,8 Millionen Stimmen für den Austritt und 15,7 Millionen für den Verbleib, womit es für die EU-Befürworter unmöglich war, den Rückstand noch aufzuholen.

An den Finanzmärkten geht es nervös zu und her

Zugleich wächst die Sorge um einen „Schwarzen Freitag“ an den Finanzmärkten und einer deutlichen Erstarkung des Schweizerfranken als Fluchtwährung.

Der „Big Bang am Big Ben“ – er verschreckt die Finanzmärkte. Das britische Pfund verlor zeitweise mehr als 10 Prozent an Wert zum US-Dollar – ein 31-Jahre-Tief. Der japanische Nikkei-Index drehte ins Minus, verlor in Anbetracht des Votums 3 Prozent. Der absehbare Sieg der Brexit-Befürworter ließ auch den Euro am Freitagmorgen abstürzen. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte gegenüber dem Dollar bei 1,0947.

Der Politökonom Professor Iain Begg (64) von der London School of Economics sagte heute morgen in London: „Am Ende haben die Leute mehr mit ihren Herzen und Gefühlen gewählt statt mit dem Verstand und der Brieftasche. Der Brexit-Sprung ins Dunkle erschien ihnen doch nicht so riskant wie es die Remain-Kampagne dargestellt hatte.“

 

 

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