Für gleich lange Spiesse protestiert

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Das liechtensteinische Gewerbe fühlt sich von der Schweiz diskriminiert. Mit einer Kundgebung machte die FL-Wirtschaftskammer auf die ungleichen Spiesse aufmerksam.

Für „gleichlange Spiesse“ bei grenzüberschreitenden Dienstleistungserbringungen von Liechtensteiner Gewerbler in der Schweiz versammelten sich am Mittwochvormittag rund 200 Unternehmer und Mitarbeiter von einheimischen Gewerbe-Betrieben vor dem Regierungsgebäude in Vaduz. Sie protestierten gegen die anhaltende Diskriminierung liechtensteinischer Gewerbler durch die Schweizer Behörden.

Denn seit der Mitgliedschaft Liechtensteins im EWR (vor 20 Jahren) werden liechtensteinische Gewerbebetriebe bei der Ausführung von Aufträgen in der benachbarten Schweiz stark benachteiligt. Bewilligungen für die Ausführung von Arbeiten jenseits des Rheins sind auf 90 Tage beschränkt. Ausserdem wird die Zahlung einer Kaution erforderlich usw. Umgekehrt bestehen für Schweizer Gewerbler keinerlei Hindernisse bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen in Liechtenstein.

Gewerbepräsident Noldi Matt und der Leiter der Arbeitsgruppe „Gleichlange Spiesse“, Christoph Frommelt, setzten der Regierung eine Frist bis zum 15. Juni um dieses Hindernis endlich aus der Welt zu schaffen. Sollte sich die Situation bis dahin nicht verbessern, kündigte der Redner weitere Massnahmen an.

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