HC Davos verliert in Bern in der Overtime

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Bitter für den HC Davos. Das vierte Spiel der Serie Best of Seven vor 17'000 Zuschauern in der Postfinance-Arena in Bern verloren die Bündner in der Verlängerung 3:2. Nun müssen sie am Samstag das Heimspiel gewinnen, um nicht frühzeitig auszuscheiden.

 

Bern mit Fortune zum 3:1 in der Serie

Gleich vorweg: das Spiel hätte auch ohne Weiteres umgekehrt lauten können. Der SC Bern war vor über 17’000 Zuschauern am Ende einfach die glücklichere Mannschaft. Es ist für die Bündner zwar bitter, aber nach dem spektakulären 7:1-Heimsieg am Dienstag, darf man gespannt sein, ob dem HCD erneut in der Vaillant Arena am Samstag ein weitere Coup gelingt. Denn Davos braucht den Sieg, um eine sechste Partie zu erzwingen. 

Zum Spiel in Bern ist zu sagen, dass es ein packendes Playoff-Halbfinalspiel gewesen ist. Dem heimstarken SCB forderten die Bündner alles ab. Perttu Lindgren machte zweimal einen Rückstand wett, doch knapp eine Minute vor Ablauf der Verländerung traf Tristan Scherwey für die Berner zum 3:1. Bitter für den HCD. Es ist das zweite Playoff-Halbfinal, das die Davoser in der Overtime verloren.

Im Gegensatz zu den beiden ersten Halbfinalbegegnungen gelang es den Davosern diesmal aber trotz der Berner Aggressivität, Tempo in die eigenen Angriffe zu bringen und den Gegner unter Druck zu setzen. Perttu Lindgren verwertete einen cleveren Pass von Marc Wieser zum Ausgleich. Die Partie wogte mit viel Tempo und Intensität hin und her. Für die Berner 2:1-Führung sorgte Alain Berger freistehend kurz vor der ersten Pause, als die Zuordnung in der HCD-Defensive zum zweiten Mal an diesem Abend nicht stimmte.

Beide Mannschaften setzten ihr zielstrebiges Vorwärtsspiel auch im Mitteldrittel fort. Zu den gefährlichsten Torszenen kam es jeweils, wenn eine Mannschaft mit einem Spieler mehr agieren konnte. Dabei setzten sich die Davoser besonders in Szene – allerdings nicht Über-, sondern in Unterzahl! Als Marc Aeschlimann eine Bankstrafe absass, entwischte Dick Axelsson, und seinen Querpass verwertete Lindgren zum Entsetzen der Berner Fans unter den 17’031 Zuschauern zum 2:2.

Ein kleiner Stolperer und schon wars passiert

Zwar nicht mehr die Intensität, dafür die Spannung erreichte ihren Höhepunkt in der Verlängerung. Für die ersten drei Torschlüsse zeichnete Andres Ambühl verantwortlich. Den ersten Matchpuck vergab aber Simon Bodenmann. Nachdem er von Félicien Du Bois gefoult worden war, scheiterte der Berner Internationale beim Penalty an Genoni. Ab diesem Moment hatten die Gastgeber klare Spielvorteile. Brandheiss wurde es vor dem HCD-Tor vor allem noch bei kleinen Strafe gegen Fabian Heldner. Als alle sich schon auf ein Penaltyschiessen einstellten, fiel die Entscheidung doch noch in der Verlängerung. Beat Forster stolperte beim Rückwärtslaufen und eröffnete so freie Bahn für Tristan Scherwey. Der Berner Flügelstürmer traf 58,1 Sekunden vor Ablauf der Verlängerung zum alles entscheidenden 3:2.

SC Bern – HC Davos 3:2 (2:1, 0:1, 0:0, 1:0) n.V.

Stadion: Postfinance Arena Bern Zuschauer: 17’031 Zuschauer (ausverkauft) Schiedsrichter: Eichmann/Stricker, Bürgi/Wüst SC Bern: Stepanek; Jobin, Untersander; Krueger, Blum; Helbling, Gerber; Flurin Randegger; Bodenmann, Ebbett, Moser; Conacher, Roy, Rüfenacht; Luca Hischier, Plüss, Scherwey; Alain Berger, Pascal Berger, Gian-Andrea Randegger; Reichert. HC Davos: Genoni; Heldner, Forster; Du Bois, Jung; Schneeberger, Paschoud; Guerra, Kindschi; Ambühl, Corvi, Jörg; Marc Wieser, Lindgren, Axelsson; Setoguchi, Aeschlimann, Dino Wieser; Simion, Walser, Paulsson. Tore: 3. Bodenmann (Ebbett, Untersander/Ausschlüsse Blum; Lindgren) 1:0. 8. Lindgren (Marc Wieser, Du Bois) 1:1. 18. Alain Berger (Gian-Andrea Randegger, Pascal Berger) 2:1. 30. Lindgren (Axelsson, Genoni/Ausschluss Aeschlimann!) 2:2. 80. (79:02) Scherwey 3:2. Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Bern, 6mal 2 Minuten gegen Davos

 

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