Kickboxing: Lampert & Prvulj gewinnen Europa Cup in Italien

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Erfolgreiches FL Team beim Europa Cup in Italien. Das Team kehrte mit zwei Europacup-Gewinner und 14 Medaillen nach Hause. Bild: Michael Lampert

 

Erfolgreiches Liechtensteiner Team: Rückkehr mit 14 Medaillen

Am Wochenende vom 23. und 24. Januar 2016 fand in Conegliano (Italien) das erste grössere Turnier des Jahres statt. Das als WAKO Europa Cup gewertete Golden Glove Turnier zog auch in diesem Jahr Topkämpfer aus ganz Italien und Europa an. Ebenfalls dabei waren 6 Kämpfer vom Chikudo Martial Arts aus Liechtenstein. Das Turnier sollte zur Standortbestimmung in der Vorbereitung auf die neue Saison genutzt werden. Dies taten die Liechtensteiner eindrücklich und kehrten mit 7 Gold-, 3 Silber und 4 Bronzemedaillen aus dem Norden Italiens heim.

Gold für Lampert und Prvulj

Bei den Herren startete Michael Lampert wie gewohnt im Light Contact -84 KG und zum ersten Mal auch im Kick Light -84 KG. Mit einem Freilos und einem klaren 3:0 Sieg im Viertelfinale gegen Giorgio Barbiero aus Italien stand Lampert im Halbfinale. In einem engen Kampf führte Lampert bis kurz vor Ende der zweiten Runde, ehe er in einem letzten Schlagabtausch die Führung an Silvio Gara abgeben musste. Somit blieb dem Unterländer nur die Bronzemedaille im Light Contact. Im Kick Light sorgte Lampert nach mühevollem Beginn schnell für klare Verhältnisse und zog jeweils mit 3:0 Siegen ins Finale ein. Im Finale stand er einem deutlich kleineren Kämpfer aus Italien gegenüber. Lampert nutzte dies geschickt aus, setzte die entscheidenden Punkte und gewann am Ende verdient den Europa Cup in Conegliano.

Da es keine Kategorien für Junioren gab, startete Jovana Prvulj am Samstag im Light Contact +65 KG bei den Damen. Die amtierende Welt- und Europameisterin bei den Junioren gab sich keine Blösse und deklassierte ihre beiden Gegnerinnen aus Italien jeweils mit klaren 3:0 Siegen. Die 17-jährige qualifizierte sich somit für das Finale, wo sie auf die WM-Teilnehmerin Giulia Compagno ebenfalls aus Italien traf. Die körperlich deutlich schwerere Compagno versuchte beide Runden die Schlagdistanz eng zu halten und Prvulj Druck aufzusetzen. Die Vaduzerin liess sich nicht beeindrucken, stand ständig in Bewegung und nutzte ihre Schnelligkeit gekonnt aus. Mit einem weiteren 3:0 Sieg nach Richterstimmen holt sie sich die Goldmedaille.

Auch am Sonntag zeigte Prvulj sich in bestechender Frühform. Mit zwei Siegen über Italien und Kroatien im Pointfighting Junioren +65 KG gelang ihr erneut die Finalteilnahme. Prvulj wollte unbedingt den zweiten Turniersieg an diesem Wochenende, kämpfte souverän und abgeklärt und gewann am Ende mit 13:5 nach Punkten gegen Anita Salvalaio.

Der Routinier im Team, Günther Wohlwend, startete im Pointfighting der Veteranen +35 Jahre und bei den Herren +94 KG. Trotz verkrampftem Beginn konnte Wohlwend sich steigern und schaltete erst Luca Benvenuto aus und in der nächsten Runde den Wiener Mario Jelinek. Im Halbfinale musste er sich in einem sehr taktisch geführten Kampf geschlagen geben. Bronze bei den Veteranen für Wohlwend.

In seiner zweiten Kategorie war bereits in Runde eins gegen Gianluca Ciura Schluss. Beim späteren Turniersieger musste sich Wohlwend knapp 6:8 geschlagen geben.

Mehrfaches Gold bei den Farbgurten

Für weiteres Gold sorgten Rossana Murgida und Patrick Pircher in den Farbgurtkategorien. Mit 3 Gold- und einer Bronzemedaille konnte Murgida ihre positive Entwicklung in den letzten Jahren eindeutig unterstreichen. Pircher gewann ebenso eine Gold-, sowie eine Silbermedaille an diesem Wochenende. Beide Kämpfer sammelten zudem ihre ersten Erfahrungen bei den Elite-Kategorien im Pointfighting. Pircher zeigte dabei gute Ansätze, musste sich am Ende aber mangels Erfahrung geschlagen geben. Mit einem knappen 9:8 Sieg in der Verlängerung gelang Rossana Murgida die Premiere gegen Carlotta Pra. Im Halbfinale wartete die spätere Turniersiegerin, somit eine weitere Bronze für Murgida.

Silber für Wanger

Der jüngste Teilnehmer aus Liechtenstein war an diesem Wochenende Luca Wanger aus Mauren. Der 14-jährige startete zum ersten Mal an einem internationalen Turnier im Light Contact und konnte dabei mit seiner Leistung überzeugen. Mit dem Sieg über den Kroaten Marko Dzin konnte er sich gegen einen erfahrenen Kämpfer durchsetzen. Für den Turniersieg reichte es jedoch nicht ganz, Glenn Anicic zeigte Wanger die Grenzen auf und verwies ihn auf Platz 2.

Auch im Pointfighting konnte Luca Wanger überzeugende Auftritte abliefern. Bei der Jugend +69 KG zeigte er einen tollen Kampf auf Augenhöhe mit dem späteren Turniersieger George Bibas aus Griechenland. Bei den Farbgurten konnte Wanger zwei Kämpfe gewinnen und verlor erneut erst im Finale gegen einen Kämpfer aus Ungarn.

Paulina Jarzmik war für einmal nur als Betreuerin dabei, da sie sich für die kommende Staatsmeisterschaft in Polen vorbereitet.

 

 

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