Die Volkszählung 2015 beginnt

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Volkszählung 2015 durch den Staat. Die Teilnahme ist Pflicht. Bild: Picture Alliance, Frankfurt/Main

 

Vaduz – Die Vorbereitungen für die Volkszählung 2015 sind abgeschlossen. Alle Einwohnerinnen und Einwohner Liechtensteins werden am Donnerstag, 10. Dezember 2015, per Post ihren Fragebogen für die Volkszählung erhalten. Der ausgefüllte Fragebogen ist bis zum 8. Januar 2016 an das Amt für Statistik zurückzuschicken.

Volkszählung auch im Internet

Das Amt für Statistik verschickt nun den vierseitigen Fragebogen der Volkszählung. Der Fragebogen geht an alle ständigen Einwohnerinnen und Einwohner des Landes ab dem Alter von einem Jahr.Für die Beantwortung des Fragebogens benötigt man rund 15 Minuten.

Die Volkszählung 2015 lässt sich auch bequem im Internet beantworten. Aufrufen lässt sich der Internet-Fragebogen ab Donnerstag unter der Adresse www.volkszaehlung.llv.li. Der Einstieg in den Internet-Fragebogen erfolgt mit dem eigenen Geburtsdatum und dem Zugangscode, der auf dem Papierfragebogen aufgedruckt ist. Wer bei lilog oder lisign angemeldet ist, kann auch mit diesen Zugangsdaten einsteigen.

Informationen über Liechtenstein

Volkszählungen werden heute nicht mehr durchgeführt, um die Bevölkerung zu zählen. Volkszählungen sind notwendig, weil viele wichtige Informationen über Liechtenstein nur dank der Volkszählung vorliegen. Zu diesen Informationen zählen die Ausbildung der Bevölkerung, die Berufe, die Verkehrsmittel für den Arbeitsweg, die Haushalte, die Sprachen, die Religionszugehörigkeiten und die Mieten.

Die Ergebnisse der Volkszählung sind für Landtag, Regierung und Gemeinden eine wichtige Grundlage, um sachlich fundierte Entscheidungen zu treffen.

Da Volkszählungen in Liechtenstein bereits seit vielen Jahrzehnten stattfinden, ermöglichen sie, die langfristige Entwicklung des Landes zu beobachten und Vergleiche mit anderen Ländern zu ziehen.

Zur Teilnahme verpflichtet

Um die Volkszählungsergebnisse für die elf liechtensteinischen Gemeinden aufschlüsseln zu können, ist es notwendig, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner den Fragebogen vollständig ausfüllen.

Aufgrund des Statistikgesetzes ist deshalb die gesamte Bevölkerung verpflichtet, an der Volkszählung teilzunehmen. Nur so ergeben sich aussagekräftige Ergebnisse für die einzelnen Gemeinden.

Die Volkszählung ist erneut schlanker geworden

Die Anzahl der Fragen konnte gegenüber der letzten Volkszählung im Jahr 2010 erneut reduziert werden. In der letzten Volkszählung war die Anzahl der Fragebogen bereits von drei auf einen Fragebogen reduziert worden. Möglich wurde diese Reduktion durch den Ausbau und die verstärkte Nutzung elektronischer Register. Im Fragebogen der Volkszählung 2015 wird nur gefragt, was nicht einem Register entnommen werden kann. Angaben zu Alter, Zivilstand und Staatsangehörigkeit oder zum Gebäude muss man nicht mehr machen. Der Rückgriff auf Registerdaten ermöglicht es auch, verschiedene Angaben im Fragebogen vorzudrucken und so die Beantwortung zu vereinfachen.

Volkszählung als Gemeinschaftsleistung

Die Volkszählung wird vom Amt für Statistik durchgeführt. An den Vorbereitungsarbeiten waren jedoch mehrere Stellen beteiligt. Zu nennen sind hier insbesondere die Gemeinden, das Amt für Informatik, das Amt für Bau und Infrastruktur und verschiedene externe Dienstleister. Die Volkszählung ist auch deshalb eine Gemeinschaftsleistung, weil sie nur gelingen kann, wenn die gesamte Bevölkerung mitmacht.

Datenschutz gewährleistet

Die Volkszählungsergebnisse werden nur für statistische Zwecke genutzt. Datenempfänger ist das Amt für Statistik. Der Fragebogen und der Ablauf der Volkszählung wurden mit der Datenschutzstelle besprochen. Sie begleitet auch die Durchführung der Volkszählung.

Die Mitabeitenden des Amtes für Statistik sind an das Statistikgeheimnis gebunden und müssen die Angaben geheim halten. Am Schluss werden die Volkszählungsergebnisse so veröffentlicht, dass keine Rückschlüsse auf Einzelpersonen möglich sind.

Erste Ergebnisse der Volkszählung 2015

Die Bereinigung der Volkszählungsdaten dauert bis Herbst 2016. Im Dezember 2016 wird das Amt für Statistik die Bevölkerung über erste Ergebnisse aus der Volkszählung 2015 informieren. Die Veröffentlichung der Hauptergebnisse ist im Lauf des Jahres 2017 geplant.

Unterstützung beim Ausfüllen des Fragebogens

Für Fragen zur Volkszählung steht das Amt für Statistik werktags unter der Hotline-Telefonnummer 236 66 88 zur Verfügung. Wer Unterstützung beim Ausfüllen des Fragebogens benötigt, kann zur Gemeindeverwaltung oder zum Amt für Statistik in Vaduz gehen. Da der Fragebogen der Volkszählung nur auf Deutsch vorliegt, bieten der Türkische Frauenverein in Liechtenstein, der Portugiesische Verein, Triesen, und das Spanische Zentrum, Schaan, ebenfalls Unterstützung an.

Factbox

Das Wichtigste zur Volkszählung:

– Der vollständig ausgefüllte Fragebogen ist bis zum 8. Januar 2016 an das Amt für Statistik  zurückzuschicken.

– Der Fragebogen kann auch im Internet ausgefüllt werden: www.volkszaehlung.llv.li.

– Die Teilnahme an der Volkszählung ist obligatorisch.

– Der Datenschutz ist gewährleistet.

– Die Ergebnisse der Volkszählung stehen allen zur Verfügung: www.as.llv.li.

– Wenn Sie Hilfe beim Ausfüllen des Fragebogens benötigen, unterstützt Sie Ihre Gemeindeverwaltung oder das Amt für Statistik in Vaduz (Telefon-Hotline 236 66 88).

 Informationen aus der Volkszählung 2010:

Wie viele Haushalte gibt es in Liechtenstein? 15’474 Haushalte.
Wie hoch ist der durchschnittliche Nettomietpreis einer 4-Zimmer Wohnung? 1’680 Franken.
Wie viele der erwerbstätigen Einwohner haben einen Arbeitsweg unter 15 Minuten? Rund zwei Drittel.
Wie gross ist der Anteil der Personen, die zu Hause Liechtensteiner Dialekt sprechen? Drei Viertel der Bevölkerung.
Wie gross ist der Anteil der Bevölkerung, welcher derzeit eine Ausbildung absolviert? 13% der Bevölkerung ab 15 Jahren.

 

 

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