Jetzt ist es Tatsache: Prämienerhöhung trotz Kostensenkung

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Die Landtagswahlen finden in Liechtenstein am 5. Februar 2017 statt

 

Eine Mitteilung des Referendumkomitees „fl21“

Das neue Krankenversicherungsgesetz (KVG) verspricht uns eine Prämienreduktion von 315 Franken. Bevor es aber soweit ist, wird zuerst einmal die nächste Prämienerhöhung aufgetischt. Entsprechende vorweihnachtliche Post haben in diesen Tagen alle Concordia-Versicherten erhalten. Für „fL21“ ist das absolut nicht nachvollziehbar. Soll hier vielleicht etwas vorfinanziert werden?

Prämienerhöhung ist nicht nachvollziehbar
Im ersten Halbjahr 2015 sind Liechtensteins Gesundheitskosten um 4 % gesunken. Da würde man doch erwarten, dass die Krankenkassenprämien für das folgende Jahr ebenfalls gesenkt werden oder zumindest gleich bleiben. Bei der FKB ist das so, es gibt dort für 2016 immerhin eine 0-Runde. Bei der Concordia, wo die allermeisten Liechtensteiner versichert sind, ticken die Uhren offensichtlich aber ganz anders. 6 % Erhöhung bei der Basisversicherung, 8 % Erhöhung für die halb-private und 9 % für die private Spitalversicherung. Wieso? Keine Ahnung! Das Reservenkässeli ist auf jeden Fall prall voll. Soll es immer noch mehr gefüllt werden? Wofür? Vielleicht um jetzt bei den Versicherten das Geld zu holen, das dann gebraucht wird, wenn die Regierung ihr Prämiengeschenk zu Ausschüttung bringt. Der Verdacht liegt nahe, dass wir im Voraus bezahlen müssen, was uns später als Vergünstigung verkauft wird.
Versicherte zahlen Prämiengeschenk im Voraus
Tausende Versicherte werden mit dem neuen KVG plötzlich je 315 Franken weniger an Prämien zahlen müssen. Das soll auf einmal möglich sein, obschon die Prämien zuvor jedes Jahr erhöht wurden. Wird das fehlende Geld dank des KVG vielleicht gar nicht benötig, da Herr und Frau Liechtensteiner vor lauter Eigenverantwortung plötzlich viel weniger zum Arzt gehen? Sicher nicht. Vielmehr wird es so sein, dass das vermeintliche 315-Franken-Geschenk von den Kranken und über die aus allen Nähten platzenden Reserven finanziert wird. Reserven, die per Gesetz bei 25 Millionen sein sollten, sich jetzt schon bei 53 Millionen befinden und nächstes Jahr – dazu braucht man kein Hellseher zu sein – um weitere Millionen anwachsen dürften. Und wozu das Ganze? Mit dem 315-Franken-Prämiengeschenk soll uns eine KVG-Revision schmackhaft gemacht werden, die letztlich nur das Ziel verfolgt, die Ärzteschaft zu senkeln. Die Kranken, ja alle, die auf ein sozialverträgliches System angewiesen sind, bleiben dabei auf der Strecke. Doch wie heisst es so schön: Ein Schelm, wer Böses denkt!                                                                                                  Gruppe fL21

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